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Mehr Megabits für Kürnach

Lang und steinig war der Weg, den die Gemeinde Kürnach gehen musste, um für ihren Ort eine einigermaßen zeitgemäße Breitbandversorgung zu bekommen.


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Mit dem Breitbandpaten Paul-Jürgen Blum (rechts) schaltet Bürgermeister Thomas Eberth gemeinsam mit der Deutschen Telekom, in Vertretung durch Klaus Markert, Teamleiter der Deutschen Telekom Netzproduktion GmbH symbolisch den Anschluss um. Nun hofft die Telekom sowie die Gemeinde auf zufriedene Kunden und eine gute Lösung.


Kürnach (Mad)

Trotz der Größe der Gemeinde, der Industriegebiete und der stadtrandnahen Lage war die Realisierung einer Versorgung sehr schwierig. Entsprechend hoch war der Frust in der Bevölkerung. Nach intensiven Vorbereitungen, auch mit verschiedenen Anbietern, wurde nach der Ausschreibung im Rahmen der Breitbandrichtlinie eine Lösung mit der Telekom möglich. Für 208.000 Euro, mit einer Förderung in Höhe von 100.000 Euro, konnte der Breitbandausbau umgesetzt werden. Gemeinsam mit Herrn Klaus Markert, Teamleiter der Deutschen Telekom Netzproduktion GmbH, wurde ein Vertragswerk gestaltet, das den Ausbau des Netzes versprach. Nun wurde es auch bautechnisch realisiert. Insgesamt wurden 11 Multifunktionsgehäuse in Kürnach aufgebaut. Eingesetzt wurde eine Technik, die eine Bandbreite von 6-16 Megabit ermöglicht. Zur Versorgung der Gehäuse wurden ca. 5000 Meter Glasfaserkabel verlegt bzw. eingezogen. 2012 soll nach einer weiteren Umstellung und Umbauarbeit auch VDSL möglich sein. "Ohne die schnelle Internetverbindung bestand die Gefahr, dass die Attraktivität Kürnachs leidet und wir von den technischen und regionalen Entwicklungen abgehängt werden", ist Bürgermeister Thomas Eberth sicher. "Deshalb freut es uns, dass es nun doch gelungen ist, eine zumutbare und tragbare Lösung zu finden". Die Verfügbarkeit eines schnellen Internetzugangs hat sich im Zuge der Globalisierung und des damit verbundenen Wettbewerbs zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Viele Unternehmen und auch ansiedlungswillige Bürger machen ihre Standortentscheidungen zunehmend mit davon abhängig. Außerdem benötigen auch die Bewohnerinnen und Bewohner Kürnachs diese Kommunikationsmöglichkeit. "Aktuelle Daten zu dem Thema gibt es immer auf www.kuernach.de", so Breitbandpate Paul Blum. Mit dieser Maßnahme hat die Telekom das DSL-Netz im Landkreis Würzburg weiter ausgebaut. Das schnellere Internet steht nun den über 1700 Haushalten in Kürnach zur Verfügung. Surfen, Fotos verschicken und größere Down- und Uploads für Programmupdates ist zukünftig ohne langes Warten möglich. Das neue DSL-Netz ist bereits in Betrieb.
Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert, wird unter der kostenlosen Rufnummer (0800) 330 3000 über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife beraten. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss der Telekom nutzt, kann bzw. muss die höheren Internetgeschwindigkeiten buchen. Automatisch wird niemand an das neue Netz angeschlossen.

Die Gemeinde Kürnach hatte mit der Telekom einen Kooperationsvertrag geschlossen, weil sich der Breitband-Ausbau nicht wirtschaftlich machen ließ und beteiligte sich auch an den Kosten. DSL-Ausbau auf dem Land ist teuer: Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau
kostet rund 70.000 Euro. "In vielen Fällen setzt die Telekom daher auf Kooperationen mit den Kommunen", sagt Telekom-Pressesprecherin Cordelia Hiller. Das Unternehmen hat bundesweit bereits über 3.000 DSL Ausbaukooperationen mit Gemeinden geschlossen. Jedes Jahr investiert die Telekom mehrere Milliarden Euro in den Netz-Ausbau. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer. Die Internetgeschwindigkeit hängt davon ab, wie nah der Kunde am nächsten Knotenpunkt wohnt. Denn die herkömmliche Telefonleitung aus Kupfer, über die der Datenstrom geschickt wird, dämpft das Signal Meter um Meter. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern kommt auch das stärkste Signal nicht mehr durch. Daher musste die Telekom die Technik in Kürnach erweitern: Um die Bürger mit DSL zu versorgen, wurden elf nähere Knotenpunkte
eingerichtet und über fünf Kilometer Glasfaserkabel verlegt.
"Kein Optimum" ist sich Bürgermeister Eberth bewusst, "aber besser, als der Bestand vorher gewesen ist. Deshalb sind wir insgesamt zufrieden."

Über die Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom ist mit mehr als 128 Millionen Mobilfunkkunden sowie rund 35 Millionen
Festnetz- und fast 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten
Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 30. September 2011). Der Konzern bietet
Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für
Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist
in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit etwa 238.000 Mitarbeiter. Im
Geschäftsjahr 2010 erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 62,4 Milliarden Euro,
davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember
2010).