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Anbau von weiteren Kleinkindgruppen in Kürnach

Auf Hochtouren sind die Arbeiten für die neue Kinderkrippe in Kürnach angelaufen. Noch vor dem Spatenstich, der nun offiziell gefeiert wurde, fanden die ersten Erdbewegungen am künftigen Bauplatz statt.


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Viele kleine Handwerkerinnen und Handwerker freuten sich gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Eberth und der Kindergartenleitung Heike Frankenberger.
2. v.l. Daniela Heinrich, Elternbeiratsvorsitzende, 5. v.l. Bernhard Heinrich, Firma Bömmel-Bau, 10. v.l. Gemeindereferent Hubert Hemmerich, 11. v.l. Architekt Stefan Schrauth, 13. v.l. Ingenieur Arno Rosel, Statiker Marc Schellmann, verdeckt Reinhold Jäcklein vom gleichnamigen Architekturbüro, Andrea Keil, stellv. Elternbeiratsvorsitzende.


Kürnach

"Ziel ist es, ab August 2013 zwei weitere Kleinkindgruppen in dem Anbau bestmöglich unterzubringen und zu betreuen", so Bürgermeister Thomas Eberth, der gemeinsam mit Bauherren und Gemeindereferent Hubert Hemmerich für die Katholische Kirche bei einer kleinen Feier sowohl die Kinder und den Elternbeirat, aber auch die Planer und Firmen begrüßen konnte. Seit Jahren wurden im Kindergarten St. Elisabeth eine Notgruppe betrieben und Kleinkindgruppen in das Haus der Vereine ausgelagert. Die geänderten Anforderungen an die Betreuung und die Aufnahme unter dreijähriger Kinder ließen Gemeinde und Katholische Kirchengemeinde ein Konzept erarbeiten, um den Anbau platzschonend und zukunftssicher anzugehen. Die Planungsarbeiten wurden vom Architekturbüro Jäcklein aus Volkach in enger Zusammenarbeit mit der Kindergartenleitung, der Gemeinde und der Kirche entwickelt. Ergebnis ist eine Planung, die ein Gebäude mit insgesamt 200 Quadratmeter Nutzfläche vorsieht. Die Baugenehmigung für den Anbau kam termingerecht zum Spatenstich. Die Rohbauarbeiten wurden nun von den Firma Bömmel-Bau zügig angegangen.
In Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirchenstiftung Kürnach initiierte die Gemeinde Kürnach die Erweiterung des bestehenden Kindergartens um zwei Krippengruppen. Der 1977 erbaute und 2010 energetisch sanierte Komplex mit seinen vier Kindergartengruppen wird an seiner nordöstlichen Ecke erweitert. Die vorhandene Baustruktur, eine Kombination aus "Pultdachhäuschen" für die Gruppenräume und flach gedeckten Kuben für die Nebenräume und die Verbindungsbereiche, wird aufgenommen und weitergeführt. Über ein neues Foyer gelangt man in den bestehenden Kindergarten und in die neue Kinderkrippe. Dort ist auch der Eingang zum neuen Büro der Kindergartenleitung eingerichtet.
Die neuen Gruppenräume, Nebenräume und Waschräume der Krippe wenden sich dem Garten zu. Der Elternwartebereich, das Behinderten-WC und der Spielflur mit seinen Garderoben orientieren sich jeweils zum Bestand hin. Sie erhalten ihr Tageslicht über Oberlichter im Flachdach. Im bestehenden Kindergarten sind aufgrund der Erweiterung nur kleine Umbaumaßnahmen im Sozialraum und der Teeküche notwendig. Im Freibereich wird der Kinderkrippenbereich vom übrigen Kindergartenfreibereich räumlich getrennt.
Der bei der energetischen Sanierung 2010 neu installierte Pelletskessel wird um einen Pufferspeicher erweitert, und kann dann aufgrund der hochwertig gedämmten Bauteile, etwa der Bodenplatte, dem Dach und der Fassade, weiterhin eingesetzt werden. Alle Räume werden über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung be- und entlüftet.
In Kürnach wolle man nicht nur über Familienfreundlichkeit sprechen, sondern "auch etwas dafür tun". Deshalb sei sich der Gemeinderat einig gewesen, schnell zu handeln. Die Kosten für den Anbau bezifferte der Bürgermeister einschließlich der Außenanlagen auf rund 900.000 Euro. Knapp 600.000 Euro wurden von der Regierung von Unterfranken bewilligt und werden als Zuschuss in Aussicht gestellt. Die Restkosten teilen sich Gemeinde mit 80% und Diözese Würzburg mit 20%. Mit dem Baubeginn für die weiteren Kleinkindgruppen belegt Kürnach nach dem Anbau des evangelischen Kindergartens erneut die Kinder- und Familienfreundlichkeit. "Mit dem Neubau werden wir zukünftig die Betreuung von unter dreijährigen Kindern sicherstellen und damit eine hochmoderne Einrichtung schaffen, die sich im Konzept eng an den Bedürfnissen der Kinder orientiert", so Bürgermeister Thomas Eberth während des Spatenstichs. Mit der neuen Einrichtung stellt die Katholische Kirche als Betreiber das notwendige Angebot für junge Familien bereit, Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Damit wird eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Attraktivität Kürnachs für Familien geschaffen. Sowohl der Elternbeirat als auch die Kindergartenleitung lobten den zukunftsweisenden Anbau und freuen sich auf einen zügigen und zielführenden Bauverlauf. Architekt Stefan Schrauth begrüßte das Projekt und bescheinigte der Gemeinde ihr starkes und erfolgreiches Engagement für Kinder und Familien. "Wir werden als Kindergartenteam hier zukünftig weiterhin tolle Bedingungen für Personal und Kinder vorfinden" war sich die Kindergartenleitung Frau Frankenberger sicher.

Durch die Änderungen der Bundesgesetzgebung gilt ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung vom ersten Geburtstag an. Ab 2013 sieht das Gesetz auch ein Betreuungsgeld für Eltern vor, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Deshalb hat die Katholische Kirche mit der Gemeinde schnell gehandelt, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Nach einem kurzen offiziellen Teil wurde symbolisch gebaggert. Ran durfte auch der Bürgermeister und die Kindergartenleitung. Natürlich mit einem sicheren Bagger, der danach als Geschenk an die Kindergärten ging. Den Verantwortlichen überreichte der Bürgermeister Arbeitshandschuhe. "Denn jetzt heißt es anpacken", so Eberth.