Anmeldung
Benutzername
Passwort
 
Neu anmeldenPasswort vergessen?

Naturschutz und Umgang mit der Umwelt

Schulklasse durchforstet Kürnachaue für Artenreichtum und Brennholz


waldpaedagogik_670
Bürgermeister Thomas Eberth mit Förster Michael Hahn, Forstreferendar Armin Kollert und die Schülerinnen und Schüler im Gebiet Schwarzer Brunn in Kürnach.



Wie jedes Jahr kam auch diesen Herbst die 9. Klasse der Widar-Schule Bochum zum Forstpraktikum in den Kürnacher Wald. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Eberth führten die Schüler heuer jedoch ein besonderes Projekt aus: Sie durchforsteten den Auwald an der Kürnachquelle und betrieben dabei sowohl Naturschutz als auch Brennholzwirtschaft. Das Quellgebiet der Kürnach ist bekannt für eine reichhaltige Flora und Fauna, ab und zu muss man der Natur aber auch helfen. Laut Förster Michael Hahn fördert der Eingriff Struktur- und Artenreichtum. So entwickeln sich die Kaulquappen des Grasfrosches in den jetzt wieder von der Sonne beschienenen Tümpeln besser. Und der seltene Ortolan, ein Vogel mit einer Vorliebe für trockenwarme Standorte, kann seine Jungen mit einem reicheren Futterangebot aufziehen. Auch die Gelbbauchunke fühlt sich in dem Gebiet heimisch. Für die Schüler war es harte Arbeit aber auch Waldpädagogik am eigenen Leib zu erfahren. Forstpraktikum im Gemeindewald heißt Bäume pflanzen, pflegen und fällen. Dabei lernen die Schüler nicht nur verantwortungsvoll mit ihrem Werkzeug, sondern auch mit ihrer Umwelt umzugehen. "Ich hoffe, ihr nehmt ein Gefühl der Wertschätzung für die Natur und der Umwelt mit nach Hause", so Bürgermeister Thomas Eberth. Auch ein Stück fränkischer Gastfreundschaft haben die Bochumer mit nach Hause genommen: Zur Brotzeit spendierte der Bürgermeister Leberkäsebrötchen und Getränke. Das von den Kindern gefällte, gespaltene und am Waldrand gestapelte Brennholz nahm Eberth dankend entgegen. Es soll bedürftigen Menschen in der Gemeinde Kürnach zugutekommen. Die Organisatoren waren sich sicher, dass diese Aktion unbedingt wiederholt werden muss.