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Eines von drei Projekten in Bayern

 

Regierungspräsident Dr. Beinhofer übergibt Förderbescheid in Kürnach


Bei mehreren Arbeitseinsätzen haben ehrenamtliche Helfer, unterstützt von Flüchtlingen aus der Tennishalle, ein historisches Gebäude im Brückentor bereits entkernt. Die Gemeinde Kürnach möchte dieses Anwesen mit seiner historischen Bausubstanz für die Zukunft erhalten, Leerstand aktivieren sowie Wohnraum und städtebauliche Kanten schaffen. „Damit werden wird zum Vorbild für das gesamte Quartier. Wir wollen auch Privatbesitzern Mut machen, Sanierungsmaßnahmen anzugehen“, so Bürgermeister Thomas Eberth.

Für die Maßnahme wurde auch im Rahmen des Wohnungspaktes Bayern ein Zuschussantrag bei der Städtebauförderung mit dem Ziel, die Sanierung des leerstehenden Wohnhauses im Brückentor mit Fördermitteln zu sanieren, gestellt.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer kam persönlich nach Kürnach, um die Maßnahme zu besichtigen und den Zuwendungsbescheid zu übergeben. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Eberth und dessen stellvertretenden Bürgermeistern sowie dem Architekten Felix Tannenberg besichtigte er das Anwesen. Bürgermeister Eberth erläuterte mit dem Architekten die Planung, die spätere Raumaufteilung und die weiteren Arbeiten. Dr. Paul Beinhofer zeigte sich beeindruckt von der bisherigen Arbeitsleistung der engagierten Kürnacher.

Unter dem Motto „Leerstand nutzen – Lebensraum schaffen“ unterstützt der Freistaat Bayern die Gemeinden über die Städtebauförderung bei der Sanierung von leerstehenden Gebäuden im Ortskern. Diese Gebäude müssen anschließend für mindestens sieben Jahre anerkannten Flüchtlingen als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Fördersatz von 90 Prozent der förderfähigen Kosten ist der finanzielle Beitrag des Staates hier außerordentlich hoch. „Die Wohnraumversorgung und Integration von anerkannten Flüchtlingen ist für den Staat und die Kommunen eine große Herausforderung. Für Gemeinden mit leerstehenden Gebäuden kann es aber gleichzeitig eine Chance sein“, so Dr. Paul Beinhofer. Regierungsdirektor Manfred Grüner ergänzte: „Ein geeignetes leerstehendes Gebäude kann von der Kommune mit verhältnismäßig geringem Kostenanteil saniert werden. Mit der Sanierung werden Verfall und Wertverlust gestoppt, Kosten für Abriss und Neubau eingespart und städtebauliche Strukturen erhalten. Des Weiteren werden so Impulse für das gesamte Umfeld und damit für das Erscheinungsbild der Gemeinde insgesamt gegeben.“

Bürgermeister Eberth freute sich über den Bescheid und betonte: „Was einmal weggerissen wurde ist für alle Zeit verloren. Dabei wohnten in diesem Gebäude über Jahrzehnte Familien mit Kindern. Die Arbeit lohnt sich also.“ Die Gemeinde Kürnach hat diese Chance erkannt und genutzt. Mit Schreiben der Regierung von Unterfranken vom 11.08.2016 wurde bereits die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das Vorhaben erteilt. So konnte von tatkräftigen Bürgern unter Mithilfe einiger Flüchtlinge schon mit Entrümpelungs- und Abbruchmaßnahmen begonnen werden.

Die Sanierungskosten inklusive Außengestaltung belaufen sich auf 265.000 Euro, davon sind 220.000 Euro förderfähig. Die Gesamthöhe der Zuwendungen beläuft sich auf 198.000 Euro. Der Restbetrag wird über die Miete erwirtschaftet und die Eigenleistungen sparen Geld. Einen kleinen Teil muss die Gemeinde übernehmen. „Damit erhalten wir vorhandene Struktur und kommen dem Auftrag zur Wohnraumschaffung nach“, freut sich der Bürgermeister.

Felix Tannenberg erläuterte das Vorgehen bei der Sanierung. „Natürlich muss auch bei dieser Sanierung neben dem Erhalt der historischen Hülle neuzeitlich gedacht werden. Da gilt es Wohnkomfort zu schaffen, energetisch sinnvoll zu bauen und die Lebenswirklichkeit in den Räumen darzustellen.“

Nach zwei weiteren Arbeitseinsätzen mit ehrenamtlichen Helfern kommen dann die Baufirmen zum Zug. Zuerst wird eine neue Bodenplatte gegossen, bevor der Dachstuhl aufgerichtet und das Dach neu gedeckt wird. Ziel ist es, je nach Witterung, mit der Maßnahme Anfang des Jahres 2017 fertig zu werden. Wer dann einzieht, steht noch nicht fest. „Jetzt muss erstmal die Bauphase klappen, dann kommt der nächste Schritt“, so der Bürgermeister.

 

Förderbescheidübergabe durch Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer

Aus der Hand von Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer bekommen die Kürnacher Bürgermeister Thomas Eberth, Sieglinde Bayerl und Edgar Kamm den Zuwendungsbescheid. Auch Manfred Grüner, der Abteilungsdirektor des Fachbereichs Städtebauförderung freut sich über die Maßnahme.