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Viele Informationen und einige Anregungen

Gut besuchte Bürgerversammlung in Kürnach


In der gut gefüllten Höllberghalle konnte 2. Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kürnach zur Bürgerversammlung begrüßen.

 

Gemäß Gemeindeordnung muss die Gemeinde jährlich eine Bürgerversammlung abhalten, um dort Rede und Antwort zu stehen. In Kürnach gibt es in vielen Jahren sogar mehrere Versammlungen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger ihre Mitberatungsrechte ausüben können.

 

Die große allgemeine Bürgerversammlung findet in Kürnach traditionell im November statt. Bürgermeister Eberth gab hier einen großen Überblick über die vielen Baumaßnahmen der Gemeinde. Neben den Maßnahmen Gasthaus Stern, Umgestaltung der Dorfmitte oder Parkplatz Brückentor erläuterte er besonders die Baumaßnahme Kreisstraße WÜ2 mit Knoten WÜ2/WÜ26. In diesem Bereich entsteht derzeit auch der neue barrierefreie Edeka-Markt.

 

Über weitere kleinere Baumaßnahmen wie Wohnraumschaffung in der Brückentorstraße oder auch die Gestaltung des Otto-Habermann-Brunnens informierte der Bürgermeister ebenfalls. Einen weiteren Schwerpunkt der Versammlung nahm der Neubau der Talbrücke der BAB7 über die Kürnach ein. Hier erläuterte Eberth die Planungen und unterstrich die Forderungen nach einem Lärmschutz für die Kürnacher Bevölkerung. „Der Teilabschnitt der BAB7 zwischen Werneck und Biebelried ist ein Nadelöhr der wichtigsten europäischen Verkehrsstraßen. Daher ist die Haltung der Regierung beim Lärmschutz nicht zu verstehen“, so Bürgermeister Eberth. Da die Brücke zwar dreistreifig gebaut, aber zunächst nur zweistreifig befahren werden darf, wird rechtlich kein Lärmschutz erforderlich. Aufgrund der Komplexität der Baumaßnahme ist aber der sofortige Mitbau objektiv betrachtet ökonomisch und ökologisch sinnvoll, da im Zuge der Baumaßnahme ein Provisorium auf der kürnachliegenden Seite zur Beibehaltung der Verkehre während der Umsetzungsphase errichtet werden muss. Dieses Provisorium könnte für die Errichtung eines Lärmschutzwalls, der dann auf der Brücke in eine Lärmschutzwand übergeht, genutzt werden. Daher betonte Eberth, dass der politische Druck nun erhöht werden muss. Hierzu warb er um die Unterstützung der Bevölkerung.

 

Ein weiterer großer Themenbereich war die Verkehrssituation in Kürnach. Aufgrund vieler Hinweise aus der Bevölkerung hat die Gemeinde Kürnach im Jahr 2016 Analysen des ruhenden Verkehrs und Messungen der Geschwindigkeiten und Verkehrshäufigkeit beim fließenden Verkehr veranlasst. Die Ergebnisse machten deutlich, dass in Kürnach Handlungsbedarf besteht. Daher hat der Gemeinderat beschlossen, neben der Schaffung von neuem Parkraum auch den bestehenden Parkraum überwachen zu lassen. Auch der fließende Verkehr soll zukünftig professionell und rechtssicher überwacht werden. Diese Problematik wurde auch in der Bürgerversammlung teilweise kontrovers diskutiert. Eine weitere Anregung kam aus dem Baugebiet „Schwarzer Brunn“. Dort soll der Schulweg in den Morgenstunden im Bereich der Überquerung der Kreisstraße durch den Einsatz von Schulwegbegleitern verbessert werden. Insgesamt versprach der Bürgermeister, dass dieses Thema bei der nächsten Bürgerversammlung überprüft werden muss.

 

Neu an der diesjährigen Bürgerversammlung war, dass die Bevölkerung über Mitteilungsblatt, Telefon oder E-Mail Fragen an die Gemeinde stellen konnte. Diese wurden in der Versammlung dann öffentlich abgearbeitet. Viele Bürger haben diese Möglichkeit genutzt und so wurde ein großer Themenblock, Abarbeitung der Bürgeranfragen, in das Programm aufgenommen. Eine der großen Fragen war, wann und wo in Kürnach wieder Bauland zur Verfügung gestellt wird. Anhand des Flächennutzungsplans erläuterte Bürgermeister Eberth wo potenzieller Wohnraum entstehen könnte. Allerdings kann aufgrund der Themen Grundstücksankauf, Ökologie und Feldhamsterausgleich sowie den allgemeinen Problemen bei der Baulandausweisung noch kein Zeitpunkt genannt werden. „Wir wissen, dass bei vielen der Wunsch nach Bauland vorhanden ist. Allerdings ist Baulandausweisung nicht so einfach wie es viele denken“, so der Bürgermeister. Eberth zeigte aber auf, wie über eine innerörtliche Nachverdichtung Wohnraumschaffung möglich gemacht werden soll. So möchte die Gemeinde auf dem innerörtlichen Edeka-Grundstück Wohnraum schaffen und über Änderungen von veralteten Bebauungsplänen die Baumöglichkeiten innerorts vereinfachen und flexibler gestalten. Weitere Bürgeranfragen lagen zum Thema Kleinkindbetreuung in Kürnach vor. So wollte zum Beispiel ein Bürger aus dem Schleifweg wissen, wann, wie und wie schnell weitere Betreuungsplätze geschaffen werden können. „Gemeinsam mit beiden Kindergärten wird derzeit eine kurzfristige Lösung erarbeitet. Diese wird dann dem Gemeinderat, sowie den betroffenen Eltern auf der Warteliste vorgestellt“, erklärte der Bürgermeister.

 

Nach der Abarbeitung von weiteren Anfragen und auch Diskussionspunkten dankte Bürgermeister Eberth den ehrenamtlichen Helfern in der Gemeinde Kürnach. Besonders lobte er die Vorstandschaften der Vereine und Verbände sowie die örtliche Feuerwehr. Nicht zuletzt durch dieses ehrenamtliche Engagement ist Kürnach ein Ort mit vielen Veranstaltungen und vielen Angeboten für alle Generationen. Ein Ort zum wohl fühlen eben.

Bürgerversammlung 2016
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Chance, sich auf der Bürgerversammlung zu informieren, Fragen zu stellen und über die Zukunft ihres Dorfes mitzudiskutieren. In mehreren Themenblöcken gab Bürgermeister Thomas Eberth Informationen zu den aktuellen und zukünftigen Planungen der Gemeinde.