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Start der „Rettungskette Forst“ in Kürnach

Erster Rettungstreffpunkt aufgebaut


Ob bei einem gemütlichen Spaziergang im Wald, einer Fahrradtour oder aber auch bei der Arbeit im Wald, immer kann etwas passieren. Gerade die Waldarbeit ist trotz aller Fortschritte beim Arbeitsschutz eine äußerst gefährliche Tätigkeit. Unfälle in diesem Bereich sind meist schwerwiegend und erfordern schnellste notärztliche Versorgung. Charakteristisch dabei ist jedoch, dass die Rettungskräfte den Unfallort im Wald meist nicht selbständig finden können und durch Dritte zum Unfallort geführt werden müssen. Dazu sind eindeutige Treffpunkte für Kontaktperson und Rettungsdienst unabdingbar. Auch die Vermisstensuche muss dort koordiniert werden.

Die Gemeinde Kürnach hat nun den ersten Rettungspunkt gemeinsam mit den bayerischen Staatsforsten erarbeitet und errichtet. „Es kann immer wieder etwas passieren“, so Bürgermeister Thomas Eberth. „Da ist ein strategisches, schnelles und effektives Vorgehen wichtig und kann Leben retten“. Darauf ist die Rettungskette vorbereitet und kann dann ihren Ablaufplan abarbeiten. Die Daten der Rettungstreffpunkte werden im KML-Format kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bei einem Unfall im Wald stehen die Betroffenen vor folgenden Problemen. Zum einen wissen viele Menschen nur ungefähr, wo sie sich gerade befinden. Zum anderen lässt sich der Unfallort über die 112 den Integrierten Leitstellen oft nur schwer beschreiben. Das wollen wir mit der 'Rettungskette Forst' ändern und so kostbare Zeit für die Rettung von Menschen gewinnen", betont Bürgermeister Eberth. Mit Hilfe eines kostenlosen, im Internet verfügbaren Apps soll künftig jeder mit einem internetfähigen Handy von seinem aktuellen Standort im Wald zum nächstgelegenen Rettungspunkt finden.

„Diese Vorkehrungen müssen nun an Freizeitsportler, Erholungssuchende, Waldarbeiter und auch an die Jäger kommuniziert werden“, so Bauhofleiter Reinhard Heinrich. In Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern wurde ab 2013 ein entsprechendes bayernweit einheitliches System fester Rettungstreffpunkte von der Bayerischen Forstverwaltung aufgebaut. Das Rettungssystem soll daher allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. Die Beschilderung kennzeichnet den Rettungstreffpunkt für jedermann, enthält eine klare Handlungsanweisung und verleiht Sicherheit über den korrekten Treffpunkt für Rettungsdienst und Lotsen.

Die Gemeinde Kürnach ist damit den ersten Schritt für mehr Sicherheit im Wald gegangen. „Dies muss aber noch weiter ausgebaut werden, damit die Hilfe auch schnell ankommt“, so der Bürgermeister. In Abstimmung sollen deshalb noch zwei weitere Rettungspunkte am Hartwald und am Geißbühlwald aufgebaut werden. Damit werden die Wege für die Hilfesuchenden verkürzt.

 

Rettungskette Forst

Bürgermeister Thomas Eberth montiert gemeinsam mit Bauhofleiter Reinhard Heinrich das Schild für den neuen Rettungspunkt. Von dem Rettungspunkt WÜ – L – 2030 an der Höllberghalle startet zukünftig die Rettungskette Forst.