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Neujahrsempfang der Gemeinde Kürnach 2018

Ehrungen, Ausblick und der Brief eines Kindes


„Das Dorf gefällt mir und am besten sind die netten Menschen“, zitierte Bürgermeister Thomas Eberth aus einem Brief eines neunjährigen Mädchens beim traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Kürnach im Alten Rathaus. In diesem Brief an den Bürgermeister beschreibt das Mädchen das Dorf mit seinen vielfältigen Einrichtungen, Angeboten und Besonderheiten.

 

Eberth nahm den Brief gerne auf, um daraus eine Bestandsaufnahme über Kürnach abzuleiten. Er machte dabei bewusst, dass Kürnach für alle Generationen ein umfangreiches und vielfältiges Angebot bietet. „Von Kindergarten über Schule, bis hin zur Höllberghalle und dem Seniorendienstleistungszentrum sowie seinem gastronomischen Angebot, ist Kürnach gut aufgestellt“, so Eberth. Er lobte dabei auch die zahlreichen engagierten Persönlichkeiten, die sich für das Gemeinwesen, die Vereine und Verbände, die Kirchen und die Allgemeinheit unentgeltlich einbringen. Allerdings übte er auch Kritik und wünschte sich für die Zukunft weiterhin anhaltendes Engagement. „Es schockiert mich, dass in Kürnach nicht genügend katholische Christen bereit sind für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren“, bedauert Eberth. Er hoffe nicht, dass dies der Einstieg in ein egoistisches „Ich-Verhalten“ in Kürnach ist und dass daraus Gewohnheit wird. „Ohne engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger leidet unser Gemeinwesen“, betonte der Bürgermeister.

 

Für das Jahr 2017 konnte er auf zahlreiche weiterentwickelte Planungen, auf fertiggestellte Baumaßnahmen und auf eine Vielzahl von Jubiläen, Veranstaltungen und Termine zurückblicken. Außerdem zeigte er auf, was 2018 in Kürnach vorangebracht werden soll. „Bagger schaufeln und Kräne drehen sich weiter. Somit wird in Kürnach die Zukunftsfähigkeit gestaltet“, freute sich das Ortsoberhaupt. Höhepunkte 2018 sind die Fortschreibungen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für Kürnach, die Ausweisung eines kleinen Baugebietes „Schleifweg III“ am Ortsrand, die Fertigstellung und Übergabe der Kreisstraße WÜ2/Pleichfelder Straße, der Bau der Kreuzung Semmelstraße/Kräuterwiese sowie der Baubeginn der Maßnahme „Pleichfelder Straße 18“ und die Weiterentwicklung des Konzeptes „Bergstraße 4“.  Außerdem lobte der Bürgermeister die Arbeit des Gemeinderates, der intensiv an der Entwicklung Kürnachs arbeiten wird.

 

Der Neujahrsempfang zu dem Eberth neben dem Gemeinderat unter Führung der 2. Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl und 3. Bürgermeister Edgar Kamm auch zahlreiche Gäste begrüßen konnte, dient traditionsgemäß auch dazu zahlreiche Persönlichkeiten zu ehren.

DSC_0021Unter Anwesenheit der Abgeordneten MdL Kerstin Celina, MdL Manfred Ländner sowie MdL Volkmar Halbleib wurde Gemeinderat Otto Rüger für seine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten mit der Bürgermedaille der Gemeinde Kürnach ausgezeichnet. In seiner Laudatio zählte Eberth die umfangreichen und vielfältigen Tätigkeiten des Kollegen Rügers auf. Otto Rüger ist seit 25 Jahre Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und damit die „wahrnehmbare SPD“ im Ort. Er ist seit 1996 Gemeinderat, war 3. Bürgermeister von 2008 bis 2014 und prägt somit die Entwicklung Kürnachs seit mehr als 20 Jahren mit. Er ist einer der Gründungsväter und Chef der KürnacherKulturWerkstatt (KKW) und das seit 10 Jahren. Er hat sich Verdienste um das Partnerschaftskomitee erworben und war dort eine Säule des Austausches mit Aljezur. Außerdem gehörte er dem Kreistag des Landkreises Würzburg von 2008 bis 2014 an. Auch bei der Flüchtlingsunterbringung in der Tennishalle hat er unkompliziert mitgeholfen, Kurse im Rathaus organisiert und abgehalten. Der Förderverein für das neue Seniorenzentrum Kürnach wurde von ihm mitgegründet. Eberth betonte: “Rüger debattiert gerne, „haut auch ab und zu mal einen raus“ und ist als Deutschlehrer bekannt für seine manchmal scharfen, aber immer scharfsinnigen Formulierungen.“ Er scheut nicht die Verantwortung oder die Arbeit und ist bereit, Entscheidungen zu treffen. Daher hat er auch für sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken aus der Hand von Landrat Eberhard Nuß die kommunale Dankurkunde des Bayerischen Innenministeriums erhalten. „Durch seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für Demokratie und Gemeinwesen, für Kürnach, für das Dorffest, für die SPD, für die Dorfgemeinschaft gebührt im Dank, Anerkennung und Respekt“, so Eberth. Otto Rüger selbst bedankte sich für die Auszeichnung und betonte, dass ohne das Mitwirken vieler Anderer und das Verständnis seiner Frau ein solches Engagement nicht möglich wäre.

 

IMG_2544Für weitere Ehrungen wurden hervorragende Leistungen von Schülerinnen und Schülern in den Mittelpunkt gestellt. Frau Amanda Holzapfel wurde als Orthopädietechnikmechanikerin Kammersiegerin der Handwerkskammer Unterfranken. Im Abschlusszeugnis der Berufsschule hat sie die Note 1,5 erreicht. Außerdem ist sie zweite Landessiegerin in Bayern mit einer Gesamtwertung von 98 %. Sie machte eine Ausbildung beim Sanitätshaus Haas und ist dort nun auch weiterhin beschäftigt. Herr Jonathan Heinrich hat als Zweitbester den M-Zweig (Technik) an der Mittelschule Estenfeld mit der Note 1,8 absolviert. Derzeit macht er ein freiwilliges soziales Jahr im Blindeninstitut Würzburg. Dies zeigt, dass in der Mittelschule hervorragende Lehr- und Lernarbeit geleistet wird. Gemeinsam muss deshalb diese Schulart weiter gestärkt werden. „Jonathan ist ein gutes Beispiel für den Erfolg dieser Schulart“, so der Bürgermeister. Herr Marco Lindner machte eine Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungstechnik in Lülsfeld. Dann besuchte er das Bayernkolleg und machte auf diesem Weg mit einem sensationellen Schnitt von 1,0 das Abitur. Im August 2017 hat er ein Studium der Humanmedizin in Würzburg begonnen. Außerdem ist er noch einer der wenigen jungen Menschen, die Dialekt sprechen können. „Alle diese Leistungen verdienen Anerkennung und Respekt“, waren sich allen einig.

 

Auch die Ortsgruppe des Roten Kreuzes wurde beim Neujahrsempfang ehrenvoll erwähnt. Diese engagiert sich seit vielen Jahrzehnten in Kürnach. „Um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen, wird 2018 eine BRK-Garage als Stützpunkt in Kürnach am Feuerwehrhaus angebaut“, betonte Bürgermeister Eberth. Beim Blutspendedienst und auch bei zahlreichen Veranstaltungen sind die Frauen und Männer des BRK für die Gesundheit der Menschen vor Ort tätig und leisten unentgeltlich einen wichtigen Dienst.

IMG_2549Das BRK-Ehrenzeichen für besondere Verdienste haben neben Katrin und Martin Falger auch Michael Schwarz und Stefan Schwarz für ihre Arbeit im Allgemeinen und im Besonderen bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise im Flüchtlingsstab erhalten.

Erwin Schneider wurde für die hervorragenden Dienste und die über 40-jährige Arbeit für das Rote Kreuz, Ortsgruppe Kürnach, geehrt. Die Gemeinde Kürnach dankte Schneider für sein Engagement. „Wer über 40 Jahre Dienst für die Allgemeinheit beim Roten Kreuz leistet, ist ein Menschenfreund und kann daher nur Anerkennung und Respekt erhalten“, so Bürgermeister Eberth.

 

 

 

Die Blutspende ist eine wichtige und lebensrettende Hilfe für Menschen, die Spenderblut benötigen. Daher sind Blutspender etwas Besonderes. Die Gemeinde Kürnach lobt diese gerne beim Neujahrsempfang. So wurde Herr Benedikt Öchsner und Herr Thomas Bieber für je 25 Blutspenden, Frau Irene Lehmann für 50 Blutspenden, Frau Ingrid Strauß, Frau Uli Szaule und Herr Michael Göb sogar für je 75 Blutspenden geehrt. „Wenn jemand dann sogar Stammzellen spendet, wie Herr Michael Potrick, ist dies ein Dienst am Menschen, den die Gemeinde Kürnach beim Neujahrsempfang ebenfalls ehrenvoll erwähnen will. Damit soll gerade dieses Thema einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden“, betonte das Ortsoberhaupt.IMG_2559

 

 

Der offizielle Teil des Neujahrsempfangs, den ein Klarinettenquartett des Jugendblasorchesters umrahmte, wurde mit dem traditionellen Neujahrsspruch und einem Anstoßen auf ein gesundes, glückliches neues Jahr 2018 beendet. Anschließend diskutierten die Kürnacherinnen und Kürnacher bei Getränken und Häppchen, wie es mit der Gemeinde weitergehen soll und muss.