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„Kürnach Singers“ machten Ortsspaziergang

Riesengaudi beim Seniorenfasching


Schon der Auftakt mit den „Kürnach Singers“ machte den zahlreichen Seniorinnen und Senioren schnell klar, dass dies ein Altweiberfasching wird, wie er in den Faschingslehrbüchern steht.

Mit Witz und Charme machte sich die Seniorensängertruppe, begleitet von Karl Gallena mit der Mundharmonika, zu Beginn des Nachmittags auf den Weg durch Kürnach und beschrieb dabei mit selbstgereimten Liedtexten verschiedene Bauprojekte, Maßnahmen und den besonderen Charakter des Dorfes. Dabei wurden zum Beispiel die Rentnerbänkli, das Dorffest, die Neubauprojekte oder auch der Kreisverkehr an der Semmelstraße besungen. Nach diesem fulminanten Beginn kam es noch besser. Ludmilla Burkard und Anneliese Prell scherzten gemeinsam über den Bürgerbus der Gemeinde Kürnach und schilderten Bürgermeister Thomas Eberth, wie zukünftig die Kosten für die Neuanschaffung des Busses organisiert werden könnten. „Die EU sponsert die Reifen, Mama Merkel das Lenkrad und die Karosserie kommt von Macron“, so die Beiden. Nur Zusammenbau und Sprit muss zum Beispiel 3. Bürgermeister Edgar Kamm übernehmen, der ist ja auch vom Fach. Nachdenklich wurde es, als Beide über den Fahrer diskutierten. Das Angebot aus Amerika, den Bub mit den blonden Haaren zu engagieren, damit der „steuern und bremsen“ lernt, musste leider abgelehnt werden. Auch May wird bald nach Kürnach ziehen, da es dort beschaulich und ruhig zugeht, sangen die beiden. Mit viel Applaus und dem Auszugsmarsch wurde der Bürgerbus der Gemeinde Kürnach dann in die Garage gefahren.

Bürgermeister Thomas Eberth lobte das Engagement der verschiedenen Darbietungen: „Freude am Texten, am Vortragen, an der Gemeinschaft und am Erfreuen der Gäste, genau das macht Fasching in Kürnach aus“. Beeindruckend war auch der „Sockerbua“ alias Karl Gallena, der von den früheren Bubenstreichen in Kürnach erzählte. Viele Erinnerungen wurden dabei wach, als er z. B. von Frigeo-Brause, dem Pulver für das Limo der Kinder, erzählte. Geschichten von der Brennholzvergabe, den Feiern in den Gaststätten und dem Kirschenklau vom Baum rundeten den Vortrag ab. Auch Luise Kolbenschlag zeigte eindrucksvoll auf, was man als Frau alles falsch machen kann: „Wie „Manns“ macht, Frau macht´s verkehrt“.

Nach weiteren Büttenreden, Musikstücken und lustigen Witzen klang der Nachmittag langsam aus. Bürgermeister Thomas Eberth war begeistert und stolz auf den Seniorenclub: „Schön, mit welcher Kreativität, Schaffenskraft und Freude die Seniorinnen und Senioren dieses dreistündige Programm gemeistert haben. Daran sieht man, auch im Alter gibt es Gaudi und Lebensfreude.“ Die Cheforganisatorin Ludmilla Burkard betonte mit einem Lächeln, dass Alter nicht vor Torheit schützt und es wurde mit einem kräftigen „Kürnach Helau“ und dem gemeinsamen Schunkeln der gelungene Seniorenfasching gefeiert.

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Toll, was alles beim Seniorenfasching in Kürnach geboten wurde. Viele Mitwirkende machten den Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis.