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Spatenstich für neues Baugebiet Schleifweg III

Weitere Baulandentwicklung in der Gemeinde Kürnach


Kinder kletterten an dem sonnigen Nachmittag auf den vielen Erdhügeln herum, Erwachsene diskutierten, Tische und Bänke wurden aufgebaut, Bauarbeiter brachten Helme und Spaten und an einem Bagger wird die Fahne der Gemeinde Kürnach gehisst. Die Gemeinde Kürnach hatte die gesamte Ortsbevölkerung zum Spatenstich für das spätere zwei Hektar große Baugebiet Schleifweg III eingeladen.

Bürgermeister Thomas Eberth blickte bei seiner Rede auf die Planungsphase zurück und betonte, dass der Spatenstich immer ein besonderer Moment bei jeder Maßnahme ist. „Die Planungsphase mit den Herausforderungen Feldhamster, Zauneidechse, Bodendenkmälern und dem Bauplanungsverfahren ist erfolgreich abgeschlossen. Jetzt geht es in die Umsetzung der Bauarbeiten. Dies ist immer ein freudiger Anlass“, so Eberth. In dem Gebiet werden zukünftig Schmutzwasserkanäle, eine ökologisch sinnvolle Oberflächenentwässerung, Wasserleitungen, Telefonleitungen, Gas- und Stromleitungen, neue Straßen- und Pflasterflächen, Straßenlaternen, Grünflächen sowie ein Regenrückhaltebecken und ein begrünter Lärmschutzwall entstehen. Außerdem werden über 60 Hoch- und Straßenbäume gepflanzt.

Es entstehen 40 Grundstücke mit Größen von 485 m² bis 680 m² für Einzelhäuser sowie 355 m² bis 420 m² für Doppelhäuser Die Bebauung soll somit mit Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften erfolgen. Die Firma Ullrich Bau aus Elfershausen hat mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Bürgermeister Thomas Eberth lobte den Gemeinderat für die Begleitung des Verfahrens und den Mut, wieder Bauland auszuweisen: „Trotz der schwierigen Diskussionen um den Flächenverbrauch hat sich der Gemeinderat entschieden, wieder ein attraktives Angebot für junge Familien, die in Kürnach bauen möchten, zu schaffen“, so der Bürgermeister. Die Grundstücke sind sehr begehrt. „Wir haben rund 250 Interessenten“, erläuterte Eberth. Die Vergabe der Grundstücke an Bauwillige muss noch geklärt werden und auch der Grundstückspreis steht noch nicht fest.

Die Erschließungsarbeiten gehen bis Ende des Jahres, erläutert Frau Sandra Hennlich von der Auktor Ingenieur GmbH. Insgesamt werden für das 3,93 ha große Bebauungsplangebiet extern 1,3 ha Felshamsterausgleichsfläche mit Blühstreifen angelegt. Außerdem wird der Lärmschutzwall begrünt. Es werden ca. 3.400 m² asphaltierte Straßenflächen, 630 m² gepflasterte Gehwege und 730 m² gepflasterte Mehrzweckstreifen hergestellt. Aber es entstehen auch mehr als 6.500 m² neue Grünflächen zwischen dem neuen Baugebiet und der bestehenden Bebauung im Bereich des Regenrückhaltebeckens sowie am Lärmschutzwall. Gerade der Lärmschutzwall wird sich später wieder zu einem Biotop für Zauneidechsen entwickeln. Private Bauherren können voraussichtlich Anfang des Jahres 2020 mit ihren Bauvorhaben beginnen.

Bei der Diskussion über das neue Baugebiet wurden die Thema Demografie und Auslastung der Infrastruktureinrichtungen, aber auch Verkehrsbelastung und Aufenthaltsqualität im Altort diskutiert und erörtert. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass weiteres maßvolles Wachstum sinnvoll ist und weitere Investitionen in den Altort und in den Ortskern von Kürnach, notwendig sind. Deshalb wurde parallel zum Bebauungsplan Schleifweg III auch an der Innerortsgestaltung weiter gearbeitet. „Das eine tun und das andere nicht lassen“, so der Bürgermeister.

Nun liegt es an der Baufirma hier ein Gebiet entstehen zu lassen, das alle erfreut und auf dem zukünftig ungefähr 200 Menschen ihre neue Heimat, ihr Heim und Zuhause finden. Nach dem symbolischen Spatenstich durch die Ehrengäste wurde bei Bewirtung über die Vergabemodalitäten und die Erschließung diskutiert. Alle Gäste zeigten sich von der Lage, der Aufteilung der Bauplätze und insgesamt von dem Gebiet begeistert.

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Gemeinsam mit der Gemeinde Kürnach freuen sich die Planer, Bauleute, Versorgungsträger und Gemeinderäte über das erfolgreiche Bebauungsplanverfahren und den Beginn der Erschließung. Bürgermeister Thomas Eberth, 2. Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl, 3. Bürgermeister Edgar Kamm, Oberbauleiter Frank Reuter von der Firma Ullrich Bau sowie Frau Sandra Hennlich von der Auktor Ingenieur GmbH beim symbolischen Spatenstich.