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Kinder sammeln mit „Aktiv50+“ Obst auf der Streuobstwiese

Große Apfelsammelaktion in Kürnach


„Die Kulturlandschaft kann man am besten erhalten, indem man sie nutzt. Dazu gehören in Kürnach auch Streuobstwiesen und die entsprechenden Früchte“, freute sich Bürgermeister Thomas Eberth bei einer gemeinsamen Apfelsammelaktion der Kindergärten und der Grundschule. Das Ergebnis war beeindruckend. Unterstützt vom örtlichen Bauhof und den Aktivsenioren von „Aktiv50+“ wurden über acht Tonnen Äpfel auf den gemeindlichen Streuobstflächen gesammelt und dann zu Apfelsaft verarbeitet.

Die Kindergarten- und Vorschulkinder aus Kürnach waren mit Begeisterung bei der Sache, als sie das Streuobst sammelten. Die Bauhofmitarbeiter Michael Göb, Reinhard Heinrich, Sascha Ockfen und Martin Stula sorgten durch das Rütteln der Bäume für ständigen Nachschub an Obst, so dass schnell viele Körbe gefüllt waren, die dann immer wieder auf den Anhänger ausgeleert wurden. Hierauf sammelten sich nach kurzer Zeit eine Vielzahl von Äpfeln.

Unter die Kinder, die von ihren Erzieherinnen und vielen Eltern begleitet wurden, hatte sich auch Bürgermeister Thomas Eberth gemischt. „Die Kinder erleben auf diese Weise die Natur, erfahren viel über die Bedeutung der Streuobstwiesen und erkennen den Arbeitseinsatz, der hinter der Nahrungsgewinnung steckt“, lobte er die Aktion. „Es ist wichtig, dieses Wissen schon an die Kleinsten weiter zu geben“. Auffällig war wie viele Kinder während des Sammelns zum Apfel griffen und die leckeren Früchte gleich vor Ort mit Genuss verzehrten.

Immer wieder macht sich die Gemeinde Kürnach gemeinsam mit dem Bauhof Gedanken, wie die vielen ökologischen Ausgleichsflächen sinnvoll verwendet werden können und wie man mit ihnen mehr Menschen für den Erhalt der Streuobstwiesen gewinnen kann. Kinder, aber auch viele Erwachsene, wissen heute nicht mehr, wie ungemein wichtig diese Streuobstwiesen für die Umwelt und damit auch für uns Menschen sind. Dieser Grüngürtel, von unseren Vorfahren rund um unsere Gemeinde angelegt, wurde in den letzten Jahrzehnten immer mehr zerstückelt und kleiner, da etliche Grünflächen, auch solche mit Obstbäumen, der Bebauung weichen mussten. Die Streuobstwiesen sind jedoch nicht nur für uns Menschen als Nahrungsmittellieferant, sondern auch für viele Vögel und andere Tiere als Lebensraum ungemein wichtig.

Bürgermeister Thomas Eberth hat gemeinsam mit Bauhofleiter und Forstwirt Reinhard Heinrich neben der Anlage von neuen Streuobstwiesen als Ausgleichsflächen auch ein „Apfelsaftprojekt“ ins Leben gerufen. Über das ganze Jahr hinweg zeigt Reinhard Heinrich Kindergruppen den Weg vom Baumschnitt bis hin zur Apfelernte und der anschließenden Saftgewinnung. Dadurch erleben die Kinder den „Lebensraum Streuobst“ und lernen, dass das Produkt Streuobst ein hochwertiges Biolebensmittel ist. Für Reinhard Heinrich ist es wichtig, dieses Produkt Streuobst erleb- und begreifbar für alle Generationen zu machen.

Dies ist gerade in Kürnach enorm wichtig, da in den vergangenen Jahren ca. 6 ha Streuobstwiesen als ökologische Ausgleichsflächen zur Aufwertung des Lebensraums, zur Steigerung des Naherholungswertes und natürlich zur Obstgewinnung ausgewiesen wurden. Ein weiterer Aspekt ist auch das Erhalten einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft. Über 350 Obstbäume mit etwa 50 unterschiedlichen Sorten wurden bereits angepflanzt.

Bei der diesjährigen Sammelaktion gab es am Ende gleich mehrere Gewinner. Die Kinder hatten Spaß und lernten viel über Streuobst. Die Äpfel wurden in einem Betrieb zu Saft gepresst und in BigBags verpackt. Insgesamt konnten so 3.600 Liter Saft abgefüllt und eingelagert werden. Dieser wird nun in der Schule, den Kindergärten oder im Rathaus zum Verzehr genutzt.

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Gemeinsam mit den Senioren von „Aktiv 50+“ und dem örtlichen Bauhof haben Kinder auf den Streuobstwiesen Äpfel gesammelt. Dabei erklärten Bürgermeister Thomas Eberth (Mitte) und Bauhofleiter Reinhard Heinrich (rechts) wie aus der Blüte der Apfel entsteht, wie intensiv der Pflegeaufwand ist und wie aus den Äpfeln frischer und gesunder Bioapfelsaft wird.