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Familienministerin Schreyer in Kürnach

Elternverantwortung, Recht auf zu Hause und die Frage „Was brauchen Kinder?“


Schon von weitem kann man die Baukräne an der Grundschule in Kürnach entdecken. Außerdem wird seit Anfang des Jahres an den Außenflächen und an der Zuwegung zur Schule mit schwerem Gerät gearbeitet. So wurde an der Schule der Rohbau und an der Zuwegung die Spielflächen fertig gestellt.

Diesen Zwischenstand der Baumaßnahme besichtigte jetzt die Staatsministerin Kerstin Schreyer auf Einladung des Schulverbandsvorsitzenden Thomas Eberth und des Landtagsabgeordneten Manfred Ländner. Neben der Baustellenbesichtigung hatte Eberth zu einer familienpolitischen Diskussion mit der Ministerin und mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kinderbetreuung und Schulen eingeladen. Diese nutzten die Gelegenheit um mit der zuständigen Ministerin verschiedenste Fragestellungen zu diskutieren.

Vor der Diskussion begrüßte Thomas Eberth auch im Namen seiner Kollegin Birgit Börger zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Betreuung sowie die Architekten und Baufirmen. Der Schulverband und die Gemeinde Kürnach investieren über 8 Millionen Euro in den Neubau einer Kindertagesstätte, in die Erweiterung der Grundschule, in die Brandschutzertüchtigung sowie in die Sanierung der Sportanlage. Nochmals 1,6 Millionen Euro werden im Rahmen des Programms „Zukunft Stadtgrün“ in einen sicheren „Bewegungsschulweg“ mit vielen Spielgeräten, zwei Beachvolleyballplätzen und Freiraum zum Toben investiert.

Über verschiedene Förderprogramme werden die Maßnahmen mit über 6 Millionen Euro gefördert. „Mit diesen Baumaßnahmen wird in die Zukunft unserer Kinder investiert. Wir freuen uns, dass mit den Verantwortlichen, den Architekten und den Baufirmen dieses Zentrum für Familien entstehen kann“, so Bürgermeister Thomas Eberth. Rektor Stefan Baumann blickte in die Baugeschichte der Schule zurück und betonte, dass die Verantwortlichen der Gemeinden seit dem Neubau 1969 immer wieder in das Schulgebäude investiert haben. „Besonders die Aufstockung und der Anbau der Aula im Jahr 2004 aber auch die energetische Sanierung im Jahr 2010 waren wichtige Meilensteine zum Ausbau der Schullandschaft in Kürnach“, freut sich Rektor Baumann.

Familienministerin Schreyer zeigte sich von der vorgestellten Planung beeindruckt und beglückwünschte die Bürger Kürnachs und Prosselsheims für solch fortschrittliche Baumaßnahmen. Architekt Stefan Schrauth und Reinhold Jäcklein vom Büro Jäcklein sowie Karin Söllner vom Büro arc.grün führten die Ministerin durch die Baustelle und beschrieben den weiteren Bauablauf.

Der Kindergartenneubau soll bis September 2020 und die Erweiterung der Grundschule bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Es entsteht Platz für bis zu 28 Krippenkinder und über 50 Kindergartenkinder. Außerdem wurde an entsprechende Mehrzweckräume gedacht. Im Obergeschoss entsteht für die Verpflegung der Mittagsbetreuung aber auch des Kindergartens eine Mensa mit eigener Küche. Eine großzügige Außenanlage ermöglicht unterschiedliche altersgerechte Spielmöglichkeiten und lässt auch Platz zum Toben. „Natürlich ist der Hochbau immens wichtig. Wir haben aber besondere Aufmerksamkeit auf die Außenfläche gelegt. Dort soll im Freien die Bewegung, die Motorik und der Spieldrang der Kinder gefördert werden. Dies wird wichtiger denn je“, so Bürgermeister Thomas Eberth.

Unter dem Motto „Was brauchen Kinder“ stellte sich Familienministerin Kerstin Schreyer dann der Diskussion der Anwesenden. Dabei betonte sie, dass trotz des Rechtes auf Betreuung auch die Eltern Verantwortung tragen und das Recht der Kinder auf ein „zu Hause“ eine wichtige Rolle spielen muss. Zentrale Diskussionspunkte waren die Wertschätzung und Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betreuungseinrichtungen, die Bürokratie und zunehmende Dokumentationspflicht, das Problem des Datenschutzes bis hin zu der Problematik von Traditionsveranstaltungen mit Lebensmittelkontrollen. Auch die Finanzierung der Einzelintegration sowie die Sprachförderung wurden thematisiert. Die Ministerin nahm viele Punkte mit in ihr Ministerium und versprach weiterhin zum Wohle der Kinder zu arbeiten. Bezirksrätin Rosa Behon und Landtagskollege Manfred Ländner dankten der Ministerin für den großartigen Einsatz um die Familien Bayerns und das unermüdliche Engagement für die Kinder.

Natürlich durfte auch der Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde Kürnach nicht fehlen. Beeindruckt von der Baumaßnahme versprach die Ministerin „Ich komme gerne nach einiger Zeit wieder um die Fertigstellung mit euch zu feiern und den Erfolg des Projekts zu erleben.“

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