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Wiedererrichtung des Doppel- oder Patriarchenkreuzes

Ehrenbürgerin und Heimatforscherin Christine Demel ließ anlässlich ihres 80. Geburtstages ein 6 Meter hohes Kreuz aus Kürnacher Eiche wiedererrichten.


patriarchenkreuz
Das 600 Kilogramm schwere und 6 Meter hohe Patriarchenkreuz ist aufgestellt. Gruppenfoto mit den beteiligten Handwerkern, Spendern und Zuschauern:
Stifterin Christine Demel mit Familie, 1. Bürgermeister Thomas Eberth, MdL Manfred Ländner und seiner Frau Helga, Forstwirt & Obmann der Feldgeschworenen Reinhard Heinrich, Schreiner Bruno Waldherr (Prosselsheim), Statiker Karl Walch (Kürnach), Kunstschmied Adolf Röding (Kürnach), Zimmermeister Andreas Förster (Estenfeld), Bauunternehmen Werner Pfenning, der Firma Autohaus Konrad die den Kran zur Verfügung stellte und die Freiwillige Feuerwehr Kürnach die beim errichten tatkräftig mithalf. Die komplette Geschichte und viele Bilder unter bildstockwanderwege.de


Dieses vor langer Zeit bestehenden, aber verloren gegangenen Doppel- oder Patriarchenkreuz am Rottendorfer Weg, Flurlage "Am Fuchs" wurde nun mit Hilfe etlicher Handwerker aufgestellt. Damit erfüllte Christine Demel den Wunsch ihres 1984 verstorbenen Mannes, Amtsrat Wilhelm Demel, der 12 Jahre dem Gemeinderat Kürnachs angehörte und die meisten Fotos für die erste Kürnacher Chronik schuf. Darüber hinaus hofft sie, mit diesem Doppelkreuz ein Stück Heimatgeschichte wieder sichtbar werden zu lassen und der Gemeinde Kürnach mit ihren freundlichen Bewohnern und allen ihren ehemaligen Schülerinnen und Schülern zu danken für viele Jahre glückliche Zeit in der neuen Heimat.

Patriarchenkreuze kamen schon im 9. Jh. durch die Heiligen und Gelehrten Kyrill und Method über Ungarn nach Europa. Sie galten als Schutzschilde gegen Unwetter, Blitzeinschläge, Epidemien und kriegerische Ereignisse.

Bürgermeister Thomas Eberth bedankte sich bei Christine Demel für die Errichtung des Kreuzes. Der Gemeinderat hatte einstimmig den gemeindlichen Platz dafür zur Verfügung gestellt. Viele Vereine und Einzelpersonen sowie die Familie haben sich mit Geldgeschenken an der Finanzierung beteiligt, Handwerker aus Prosselsheim, Kürnach und Estenfeld verzichteten jeweils auf einen Teil der Arbeitszeit. Außerdem lädt eine Bank am Kreuz zu einem herrlichen Blick über Kürnach zum Ausruhen und Nachdenken ein. Der jetzige Standort am "Haflersweg" (1773 noch "am Hafler oder Hohefluhr" genannt), ist ein sehr alter Gemeindeverbindungsweg nach Estenfeld. Bürgermeister Eberth freut sich: "Damit ist Kürnach um ein historisches Zeichen der fränkischen Volksfrömmigkeit reicher, dieses Kreuz möge zukünftig über unser schönes Kürnach wachen und alle Schäden abwenden". Er betonte, wie wichtig solche Symbole auch heute noch sind. "Wenn wir schon alle nicht mehr da sein werden, wird dieses Eichenkreuz immer noch stehen" so Bürgermeister Eberth weiter. Christine Demel dankte der Freiwilligen Feuerwehr, MdL Manfred Ländner und den anwesenden Kürnacher Bürgerinnen und Bürger für ihr Interesse und ihre Anwesenheit bei der Aufstellung des Kreuzes. Sie freute sich darüber, dass die Zustimmung und Beteiligung quer durch alle politischen Gruppierungen der Gemeinde geht. Die kirchliche Segnung des Kreuzes wird erst anlässlich der Bitttage im Mai 2011 erfolgen, nachdem auch der kleine Platz ringsum bepflanzt sein wird.