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Aufschrei gegen das Vergessen

Gemeinsam mit Vertretern der Kirchen, den Vereinen und Verbänden und der Bevölkerung beging die Gemeinde Kürnach als Abschluss des Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms zur Erinnerung an den Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren den Volkstrauertag 2014.


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Rund um den Kirchberg versammelten sich die Kürnacherinnen und Kürnacher um mit den Vereinen und Verbänden den Volkstrauertag trotz des schlechten Wetters würdig zu begehen.


Umrahmt vom örtlichen Jugendblasorchester Kürnach, dem Gesangverein, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Kameraden- und Soldatenverein mahnte Bürgermeister Thomas Eberth nicht zu vergessen und dankbar zu sein. Dankbar für Frieden, Freiheit, Wohlstand und Demokratie in unserem Heimatland. "In diesem Jahr blicken wir in vielfältiger Weise auf den 1. Weltkrieg zurück, der vor 100 Jahren begann - und mit Recht die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" genannt wird. Die zivilisierte Welt fiel in Abgründe. Doch damit nicht genug: Vor 75 Jahren begann nach dem Hitler-Stalin-Pakt der 2. Weltkrieg, der Schrecken und Gewalt ins Unfassbare steigerte", so Eberth. Unter den Teilnehmern war Kasernenkommandant Oberstleutnant Andreas Stürmer, der sich auch die umfangreiche Ausstellung der Gemeinde Kürnach zu der Thematik 100 Jahre 1. Weltkrieg mit den Auswirkungen des Krieges auf die Bevölkerung und die Familien in Kürnach und Franken ansah. Neben der Ausstellung, mit vielen Exponaten und historischen Daten von Ehrenbürgerin Christine Demel, dem Verein Kürnacher Geschichte(n) e.V. mit Friedelinde Söhnlein, dem Kameraden-Soldatenverein Kürnachs mir Klaus Krüger und weiteren Kürnacherinnen und Kürnachern, die Exponate zur Verfügung gestellt haben, war ein Vortrag von Professor Schmidt von der Universität Würzburg ein besonderer Abend zu der Thematik Krieg und seine Folgen. Der Volkstrauertag rundete den Themenblock 1. Weltkrieg ab und bei der Feierstunde mahnten auch die Kirchen um Frieden in der Welt. Bürgermeister Eberth betonte, dass der Volkstrauertag nicht nur ein Tag der Toten, sondern auch ein Tag der Lebenden ist und genau deswegen auch in der heutigen Zeit ein wichtiger Erinnerungstag der Mahnung sein muss. Der Volkstrauertag ist ein Tag der Geschichte, an dem Familien diskutieren, Großeltern erzählen und gemeinsam erkannt wird, wie wichtig es ist, immer für Gerechtigkeit und Demokratie im Kleinen und im Großen einzutreten. Er forderte einen Aufschrei gegen das Vergessen. "Der Volkstrauertag geht alle an", so Eberth. Gemeinsam beteten die Vertreter der Kirchen für Frieden in der Welt. Beim Lied des guten Kameraden gedachte man den Opfern von Krieg und Gewalt.