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Staub und Gegenstände aus Jahrhunderten

Ehrenamtliche entrümpeln und reinigen den Gasthof Stern.


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Engagierten sich für ihre Heimat. Zwei Tage räumten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer das ehemalige Gasthaus Stern aus.


Seit Jahrhunderten zieren zwei imposante Gebäude den Zugang zum Kirchberg. Das eine Haus war die ehemalige Gemeindebäckerei, das nun die Sparkasse und den Kultursaal beherbergt. Das andere Gebäude ist die ehemalige "Gemeine Schenkstatt", ein Gasthaus, das früher im Besitz der Gemeinde war und im Laufe der Jahrhunderte aber immer wieder den Besitzer wechselte. Ab 1985 war der Gaststättenbetrieb wechselhaft. Im Jahre 1995 wurde die Gaststätte dann endgültig geschlossen. Seit einiger Zeit ist das Gebäude leerstehend.

Nach intensiver Diskussion im Gemeinderat hat dieser sich im Mai 2013 entschlossen, das Anwesen wieder zu erwerben. Bürgermeister Thomas Eberth betonte: "Das Gasthaus Stern ist eines der wenigen noch vorhandenen historischen und ortsbildprägenden Gebäude der Gemeinde Kürnach. Es besteht seitens der Gemeinde eine städtebauliche Verantwortung, ein derartiges Anwesen nicht dem Verfall zu überlassen." Im Gemeinderat wird derzeit über verschiedene Nachnutzungen, Sanierungen und Umbauten diskutiert. Erste Konzepte wurden gemeinsam mit dem Architekturbüro Felix Tannenberg aus Aub erarbeitet. Bevor jedoch an die Zukunft gedacht werden kann, ist die dringende Untersuchung der Substanz notwendig. Damit dies erledigt werden kann, mussten Gegenstände und der Staub von Jahrhunderten entfernt werden. Dazu konnten glücklicherweise einige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, aber auch Mitglieder des Vereins Kürnacher Geschichte(n) e.V. gefunden werden, die beim Entrümpeln halfen. Auch Bürgermeister Thomas Eberth packte selbst tatkräftig mit an und war erstaunt, was alles so zum Vorschein kam. Neben Gaststättenutensilien auch noch viele Waren von damals. Die ortsgeschichtlichen Gegenstände wurden gereinigt und eingelagert. Kaputte und wertlose Sachen wurden auf verschiedenen Containern verteilt. Insgesamt wurden über 20 Kubikmeter Holz, Sperrmüll und Hausmüll entsorgt. Dabei hatten die Helferinnen und Helfer viel Staub und Dreck zu schlucken.

Ziel könnte es sein, nach der Reinigung mit dem Landratsamt Kontakt aufzunehmen, um einige nostalgische Veranstaltungen in der historischen Gaststätte genehmigt zu bekommen. "Gemeinsam mit den Vereinen und Verbänden kann ich mir gut ein Wirtshaussingen, einen fränkischen Musikabend mit den Körnier Rucksern vorstellen, um das Wirtschaftsleben um 1950 an verschiedenen Wochenenden vorzustellen", so Bürgermeister Thomas Eberth.