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Gemeinden investieren in Kindergarten und Schule

8 Millionen Euro für Bildung, Betreuung und Bewegung


Im September 1969 wurde das damals neue Schulgebäude in Kürnach eingeweiht. Nach vier Jahren Planungs- und Bauzeit konnte die Grund- und Teilhauptschule unter Dabeisein von vielen Ehrengästen übergeben und erstmals beschult werden. Damals wurde berichtet: „Gemeinschaftsgeist schuf ein stolzes Werk“. Die Schule galt als eine der modernsten Schulen im Landkreis Würzburg. Seitdem hat sich viel verändert. Nicht nur die Anforderungen an eine Schule sondern auch das Bildungs- und Betreuungsangebot in Gänze. Seit Inbetriebnahme gab es immer wieder kleinere oder größere Maßnahmen am Schulgebäude. So wurde 2004 die Schule aufgestockt und eine Aula errichtet. 2009 wurde dann die energetische Sanierung der sanierungsbedürftigen Altbausubstanz durchgeführt.

 

Jetzt haben die Gemeinderäte Kürnach und Prosselsheim sowie der gemeinsame Schulverband erneut eine zukunftsweisende Investitionsentscheidung getroffen. Die Grundschule Kürnach an der Heiligen Wiese wird zusammen mit einem Kindergartenneubau um einem Schulhausanbau mit Aufstockung ergänzt. Außerdem wird das Bestandsgebäude barrierefrei ertüchtigt und den modernen Anforderungen an den Brandschutz angepasst. Um den Kindern optimale Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten zum Spielen und Toben zu geben wird eine großzügige Gartenanlage errichtet und das Schulsportgelände erneuert. „Gemeinsam mit der Maßnahme -Grüner Schulweg-, der die sichere Querung in der Friedhofstraße, die neuen Parkplätze, Spiel- und Freizeitflächen und den geänderten Zufahrtsweg für Bring- und Holverkehre zur Grundschule beinhaltet, wird diese Sanierung als Gemeinschaftsleistung ein ähnlich stolzes Werk wie vor 50 Jahren“, betonte Bürgermeister Thomas Eberth. „Durch das Betreuungskonzept mit Räumen für die Mittagsbetreuung und eine eigene Küche mit Speisesaal bietet die Grundschule ein optimales Lehrumfeld für die Kinder aus Kürnach und Prosselsheim“, ergänzte Bürgermeisterin Birgit Börger.

 

Das Architekturbüro Jäcklein hat es geschafft, eine platzsparende aber dennoch sinnvolle Anbauvariante mit einer Kindertagesstätte, aufgeteilt in zwei Kleinkindgruppen, zwei Regelgruppen, einen großzügigen Mehrzweckraum mit Nebenräumen sowie Gartenspielmöglichkeiten zu planen. Das Obergeschoss wird barrierefrei mit Aufzug erschlossen und bietet Platz für Klassenräume, Betreuungsräume und eben auch eine Küche mit Speisesaal. „Neben dem architektonischen Anspruch war es die Aufgabe, energetisch sinnvoll und schulorganisatorisch richtig zu planen. Dies gewährleistet die gewählte Variante einwandfrei“, betonte Architekt Stefan Schrauth. „Auch architektonisch fügt sich der Neubau der Bestandsschule an und passt somit schön in die Landschaft“, erklärte der Architekt weiter. Für das Schulaußengelände zeichnet sich das Büro arc.grün verantwortlich. Neben einer Laufbahn mit Weitsprunganlage, einer großen Rasenfeldfläche, einem Spielfeld, einer Boccia-Bahn und einem grünen Klassenzimmer, sind viele Spielgeräte vorgesehen. „Gerade im Zeitalter der Digitalisierung auch von Schulen, ist es wichtiger denn je, dass sich unsere Kinder so oft wie möglich bewegen und dazu Sport- und Freizeitbetätigung im Freien angeboten werden. Dies ist über die vorgesehene attraktive Gestaltung der Grünanlagen möglich“, betonte Bürgermeister Thomas Eberth. Der Um- und Anbau soll im Frühjahr 2019 beginnen und nach den Schulferien 2020 abgeschlossen sein. Der Bauantrag ist eingereicht und die unterschiedlichen Förderanträge sind erarbeitet.

 

Die große Maßnahme hat ein Volumen von ca. 8 Millionen Euro. Die Gemeinden Kürnach und Prosselsheim haben bereits die Zusage über eine Förderung über FAG-Mittel sowie über das kommunale Investitionsprogramm für Schulen. Daneben wird auch ein Glasfaseranschluss für die bessere digitale Anbindung der Grundschule realisiert.

 

Auch ökologisch wird durch die Maßnahmen weiter investiert. So wird das innerörtliche Trennsystem über die Friedhofstraße zur Grundschule weitergeführt. Damit können auch die Oberflächenwässer der Grundschule dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden. Außerdem kann die bestehende Hackschnitzelheizung auch für die Erweiterung verwendet werden. Aus der Energie der bestehenden Photovoltaikanlage und einer evtl. Erweiterung auf den neuen Dächern könnte die Eigennutzung von Strom für Lampen, Küche und andere elektronische Geräte erfolgen.

 

„Bereits im Vorfeld waren Schulrektor, Lehrerkollegium, der evangelischen Pfarrer, das Team des Kindergartens, der Elternbeirat, die Behörden und Architekten sowie die Fachingenieure in die Planung einbezogen. So entsteht eine vom Gemeinschaftsgeist geprägte Maßnahme“, freute sich Bürgermeister Thomas Eberth. Insgesamt hoffen die Verantwortlichen jetzt auf die zeitnahe Erteilung einer Baugenehmigung und auf die Erlaubnis zu einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn sowie eine zügige, unfallfreie und erfolgreiche Baumaßnahme.

 

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Bürgermeisterin Birgit Börger, Bürgermeister Thomas Eberth und Architekt Stefan Schrauth freuen sich über die zukunftsweisende sowie umfassende Investition in die Betreuung und Bildung der Kürnacher und Prosselheimer Kinder.