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Diskussion, Fragen, Antworten und immer mehr Fläche pro Einwohner

Kürnacher diskutieren die Entwicklung ihrer Gemeinde


Bürgerwerkstätten haben in Kürnach schon Tradition. Dabei werden an bestimmten Terminen spezielle Fragestellungen diskutiert und in Tischarbeit mögliche Antworten besprochen. Nun hatte die Gemeinde Kürnach zum Thema Ortsentwicklung zu einer weiteren Bürgerwerkstatt eingeladen. Dies war auch Ausfluss und Wunsch aus der großen Bürgerversammlung im Herbst.

In dieser Bürgerwerkstatt begrüßte 1. Bürgermeister Thomas Eberth neben Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie dem Büro arc.grün die Interessenten aus der Bürgerschaft. Hauptfragestellung war es, wohin sich Kürnach weiter entwickeln soll. 1. Bürgermeister Eberth betonte: „Kürnach hat sich hervorragend im Innerort entwickelt. Zusätzlich gibt es aber auch die Nachfrage nach einem Einfamilienhaus im Grünen. Wie, wo und wann diese Bedürfnisse befriedigt werden können, ist eine spannende Fragestellung.“

Thomas Wirth vom Büro arc.grün spiegelte in seinem Impulsreferat die Entwicklungen der Vergangenheit und aktuelle Trends wider. Dabei betonte er die Vor- und Nachteile von bestimmten Entwicklungen, stellte die Frage nach dem Wohnen in der Zukunft und betonte auch, dass wir für unsere Bedürfnisse immer mehr Fläche pro Einwohner beim individuellen Wohnen benötigen. Demografie, Erhalt aber auch Überforderung der Infrastruktur sowie das Thema Verkehrsbelastung waren weitere wichtige Fragestellungen in der Diskussion.

Auf Grundlage des Flächennutzungsplans wurden die Fragen an den Planungstischen diskutiert und die Ergebnisse der Gruppendiskussionen der Versammlung vorgestellt. Dabei kam ein bunter Strauß an Ideen und Vorschläge zur Sprache. Themen waren z. B. ein Mehrgenerationen-Wohnen, Geschossflächenbau, Quartiersentwicklung und Baugebiete der Zukunft mit Nullenergie-Bauweise und Glasfaservernetzung. Wichtig war es einigen Teilnehmern grundsätzlich, dass sich Kürnach entwickelt aber dennoch ein Dorf bleiben soll. „Wir wollen weiterhin erkannt werden und am Gehweg ein freundliches „Grüß Gott“ unserer Nachbarn hören“, so der Impuls eines Planungstisches. Die Verbesserung der Verkehrssituation sowie die Ausnutzung der innerörtlichen Flächenpotentiale waren ebenso Anregungen, wie die weitere maßvolle Entwicklung bei der Ausweisung von Baugebieten mit 30 bis 40 Bauplätzen in gewissen Zeitfenstern.

1. Bürgermeister Eberth dankte am Ende der Veranstaltung für die konstruktive Teilnahme und den Diskussionsprozess, der sich innerhalb der interessierten Ortsbevölkerung entwickelt hat. „Aus der Vielfalt der Fragestellungen ergeben sich Antworten, die der Gemeinderat der Gemeinde Kürnach diskutieren, bewerten und letztendlich beschlussmäßig behandeln muss. Sicherlich kein einfaches Unterfangen“, so der Bürgermeister.

Bild (Matthias Demel): An den verschiedenen Planungstischen wurde intensiv über die weiteren Entwicklungschancen aber auch entsprechende Risiken in der Gemeinde Kürnach diskutiert.