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Kultur, Kennenlernen und viel Arbeit in Kürnach

Internationales Jugendworkcamp beim Bau in Kürnach


Es kommt sicher selten vor, dass ein fränkischer Bürgermeister verschwitzt und verdreckt mit einer Koreanerin, einer Ukrainerin, einem Franzosen, einem Algerier und weiteren Jugendlichen aus anderen Ländern dieser Welt den Vorschlaghammer schwingt und den Kamin eines historischen Gebäudes abreißt. Zwei Wochen lang war dies in Kürnach zu erleben.

 

Unter dem Motto „Kürnach baut ein Haus II“ möchte die Gemeinde Kürnach, gemeinsam mit der Städtebauförderung der Regierung von Unterfranken in dem Programm „Leerstand nutzen – Wohnraum schaffen“, ein historisches Gebäude in der Pleichfelder Straße 18 mitten im Altort als Wohnraum revitalisieren. Mit der Maßnahme sollen die historische Bausubstanz sowie die städtebaulichen Raumkanten erhalten bleiben und das Anwesen mit neuem Leben erfüllt werden. Bei der Entkernung des Gebäudes, das später moderne Anforderungen an das Wohnen in den alten Gemäuern erfüllen soll, setzte die Gemeinde Kürnach wieder auf ehrenamtliches Engagement. Gemeinsam mit dem örtlichen Bauhof haben daher ehrenamtliche Helferinnen und Helfer z.B. das Dach abgedeckt und alte Baumaterialien aus dem Gebäude entfernt.

 

Dazu kamen auch zwei Wochen lang Jugendliche aus verschiedenen Ländern der Welt. Diese halfen im Rahmen eines internationalen Jugendworkcamps bei den Arbeiten und lernten dabei Land und Leute kennen. Bei einem Empfang im Rathaus zu Beginn des Workcamps wurde den Teilnehmern Wissenswertes über Kürnach, die fränkische Geschichte und Lebensweise erläutert. Danach ging die Schufterei los. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Eberth und 3. Bürgermeister Edgar Kamm sowie weiteren Helferinnen und Helfern wurde das Gebäude komplett entkernt. Steine, Holz, Heraklith, Fließen und viele Dinge mehr mussten demontiert und getrennt entsorgt werden.

 

Neben der vielen Arbeit stand natürlich auch ein breites Angebot von Veranstaltungen für die jungen Gäste auf dem Programm. So waren z.B. der Spatenstich der BRK-Garage, die Teilnahme an der Waldreinigung oder auch die Feier in den Ersten Mai Möglichkeiten, Land und Leute kennen zu lernen. Alice Li Kwan Ting aus Hongkong war von der Begegnung und dem Tanz um den Maibaum begeistert. „Die Kultur sowie die Kulinarik ist nicht nur vielfältig, sondern auch etwas Besonderes“, erzählte sie. Auch die anderen Teilnehmer freuten sich über die vielen schönen Momente in Kürnach.

 

Bürgermeister Eberth betonte: “Neben dem gemeinsamen Arbeiten ist natürlich der Austausch mit Gesprächen das Besondere an diesem Jugendworkcamp. Die Jugendlichen aber auch wir, können viel voneinander lernen. Gespräche bauen Vorurteile ab und wecken Verständnis. Außerdem wurde auch baulich wirklich etwas erreicht.“ Auch 3. Bürgermeister Edgar Kamm zeigte sich erfreut über das Engagement der Teilnehmer. „Es sind harte und staubige Arbeiten. Dennoch haben alle unkompliziert mitgearbeitet“, erklärte er. Zum Abschluss des Workcamps luden die Jugendlichen alle Verantwortlichen zu einem internationalen Buffet ein, das sie selbst zubereitet haben. Dies war noch einmal ein schöner Abschluss der arbeitsreichen Wochen.

 

„Aus dem Motto - Kürnach baut ein Haus II - wurde - Die Welt baut ein Haus in Kürnach mit um -“, freut sich der Bürgermeister. Kaum war das Workcamp zu Ende, postete Prapapun Kuendee aus Korea: „I miss you Kürnach. Good place, good people!“. Nach der gelungenen Entkernung des Gebäudes steht nun der Wiederaufbau an.

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Bei der Baumaßnahme in der Pleichfelder Straße 18 unterstützen auch internationale Jugendliche aus aller Herren Ländern bei der Entkernung des Wohngebäudes. Dabei mussten etliche Tonnen Holz, Stein und Lehm entfernt werden.

 

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Auch MdL Manfred Ländner begrüßte die Jugendlichen auf der Baustelle und freute sich über deren Einsatz.

 

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Mit einem internationalen Buffet verabschiedeten sich die Jugendlichen aus Kürnach.