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Professioneller Stufenbarren für die Höllberghalle

SV Kürnach 1946 e.V. stärkt die erfolgreichen Turnerinnen


Der Sportverein Kürnach hat 1.155 Mitglieder, davon sind über 50 % im Kinder- und Jugendbereich sportlich aktiv. Die größte Abteilung ist die Gymnastikabteilung, dort sind z.B. über 60 Kinder in der Sparte Gerätturnen aktiv. In mehreren Turnierformationen wird dabei die Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Um noch besser trainieren zu können, war die Anschaffung eines professionellen Stufenbarrens ein lang gehegter Wunsch. Diesen Wunsch erfüllte jetzt der Gemeinderat der Gemeinde Kürnach und beschaffte für die Höllberghalle einen wettkampffähigen Stufenbarren.

Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des SV Kürnachs Stefan Reichwein und Bürgermeister Thomas Eberth wurde dieser Stufenbarren nun offiziell übergeben. Einige Turnerinnen zeigten dabei, unterstützt durch die Trainerinnen Silvia Hartlieb, Nadine Liebl-Paskuda, Antje Schrader-Dorner, Sandra Gottschlich, Nicole Kohl und Annkatrin Mayer, welche Übungen und Formationen mit dem Stufenbarren geturnt werden können. „Gerade in Zeiten des Internets, von Netflix und Youtube ist die sportliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen besonders hoch zu schätzen. Daher ist die Investition in den Stufenbarren genau das richtige Signal an den Sportverein und die ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfer“, so Bürgermeister Thomas Eberth.

Auch Vorstandsvorsitzender Stefan Reichwein betont:„ Wir Sportvereine sind froh, dass wir neben den klassischen Angeboten wie Fußball und Co. auch weitere sportliche Disziplinen mit engagierten Trainerinnen anbieten können. Danke auch an die Gemeinde für die stetige Unterstützung.“ Die Abteilungsleiterin der Gymnastik, Gabriele Grützner-Ledermann, erläutert den Ursprung des Stufenbarrens und die verschiedenen Turnübungen die damit trainiert und vorgeführt werden können. Der Stufenbarren wurde erstmals 1830 durch den Spanier Francisco Amorós in seinem Lehrbuch Manuel d’éducation physique, gymnastique et morale schriftlich erwähnt. Es dauerte allerdings über 100 Jahre bis die ungleich hohe Anordnung der Barrenholme als Wettkampfdisziplin 1934 bei den Turnweltmeisterschaften der Frauen in Budapest eingeführt wurde. Bei den Olympischen Spielen 1936 turnten die Frauen die Pflichtübungen noch am Männerbarren, in der Kür durften sie zwischen beiden Barrenformen wählen. Auch bei den Weltmeisterschaften 1950 hatte sich der Stufenbarren noch nicht vollständig durchgesetzt: Die Turnerinnen hatten die Wahl zwischen Stufenbarren und Ringen. 1952 wurde der Stufenbarren bei den Olympischen Sommerspielen in Helsinki zum ersten Mal als vollwertiges Wettkampfgerät ausgeschrieben. Der Abstand der Holme wurde mehrfach verändert. Betrug er am Anfang zwischen 43 und 45 cm, ist er inzwischen auf 100 bis 180 cm angewachsen. Auch die Form der Holme hat sich verändert: Waren sie früher oval, sind sie inzwischen rund mit einem Durchmesser von 3,9 cm. „Die Übung wird ab dem Absprung vom Sprungbrett bzw. der Matte bewertet. In die Wertung fließen die acht schwierigsten gezeigten Elemente inklusive des Abgangs ein. Die Übung soll dabei aus verschiedenen Bewertungskategorien zusammengestellt werden“, so die Trainerin Silvia Hartlieb. Gemeinsam waren alle Anwesenden von dem neuen Gerät und der Vorführung der Kinder begeistert.

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Vorstandsvorsitzender Stefan Reichwein freut sich mit Bürgermeister Thomas Eberth sowie den Trainerinnen Nadine Liebl-Paskuda, Sandra Gottschlich, Abteilungsleitung Gabriele Grützner-Ledermann, Antje Schrader-Dorner und der Jugendturngruppe des SV Kürnachs über den professionellen Stufenbarren, der sich variabel umbauen lässt.