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Freundschaftsstele in Kürnach enthüllt

Zeichen für Europa und der Verbundenheit


Es besteht eine lange Freundschaft zwischen den Traditionsverbänden aus Ungarn, dem rumänischen Siebenbürgen und dem Kreisverband des Bayerischen Soldaten-Bundes 1874 Würzburg-Main-Spessart und dem Kameraden- und Soldatenverein in Kürnach. Diese Verbindung wurde nun mit der feierlichen Enthüllung der Freundschaftsstele bekräftigt. Dabei kamen Reservisten- und Traditionsverbände in Kürnach zusammen um ihre Freundschaft zu pflegen und ein Bekenntnis zu Demokratie und Europa abzulegen. Im Mittelpunkt standen neben der Enthüllung der Stele auch der gegenseitige Austausch und das Kennenlernen. Daher hatte Bürgermeister Thomas Eberth zum Empfang der Gemeinde ins Rathaus eingeladen. Dort stellte der Bürgermeister seine Gemeinde vor und erläuterte die Prozesse in einer Gemeinde. Auch die derzeitige politische Lage in Europa und vor Ort wurde diskutiert. Natürlich wurde auch die Flüchtlingsfrage in Europa dargestellt und die unterschiedlichen Teilnehmer erläuterten die Denkweise und Problemstellungen in ihren Ländern. Einig war man sich, dass dieses Thema die Europäische Union vor erhebliche Herausforderungen stellt und diese gemeinsam angegangen werden müssen. Europa muss die großen Probleme diskutieren und lösen, nicht nur Gesetzte mit Einschränkungen für die dazugehörigen Länder beschließen.

 

Eine Führung durch die Gemeinde Kürnach und der Eintrag ins Goldene Buch rundeten den Vormittag im Rathaus beim Empfang ab.

 

An der offiziellen Feier am Nachmittag nahmen dann Fahnenabordnungen von örtlichen und angereisten Gastvereinen teil. Bei der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal mahnte Bürgermeister Thomas Eberth, dass das Gedenken an die Vergangenheit immer Erinnerung, Besinnung und Mahnung sein muss. „Erinnerung an das Elend von Krieg und Gewalt ist eine Mahnung zur dauerhaften Verpflichtung für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit. „Bei Krieg und Gewalt gibt es letztlich nur Verlierer“, so Eberth. Peter Ockfen, Vorsitzender des KSV Kürnach, gedachte der vielen Gefallenen der Kriege und des Terrors aber auch der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hilfsdiensten bei unterschiedlichen Einsätze. Die Gedenkfeier mit der Enthüllung der Stele wurde zu einem gemeinsamen Bekenntnis für Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Im Anschluss daran erinnerten Klaus Krüger, Ehrenvorsitzender des KSV, und Bürgermeister Thomas Eberth an die Vergangenheit und zeigten auf, wie wichtig Europa für den Frieden ist. Außerdem betonten beide, dass nur durch ein Kennenlernen, ein Erleben der Menschen und ein Austausch Verständnis füreinander erzeugt wird und Europa so auch emotional zusammenwächst. Des Weiteren wurde hervorgehoben, wie stolz und dankbar man sein kann für Frieden, Freiheit, Wohlstand, Toleranz und Demokratie in unserem Heimatland! Gemeinsam mit Benedek Tamas Husarenkapitän aus Dioseg / Siebenbürgen wurde die geschnitzte Stele aus Eichenholz enthüllt. Diese soll beständig und fest für Frieden und Freiheit in Europa stehen.

 

Nach der würdigen Feier kam es zum gemütlichen Austausch bei Spanferkel und Getränken. Auch dabei kamen die Gespräche nicht zu kurz und der Bogen spannte sich von der Abfallentsorgung bis zur Landwirtschaft. „Dieses Treffen war wieder ein Kennenlernen, voneinander Lernen, bot die Möglichkeit Freundschaften zu knüpfen und die unterschiedlichen Menschen, Lebenssituationen und -umstände zu erfassen“, so auch Rainer Schmitt, Kreisvorsitzender des Bayerischen Soldaten-Bundes 1874 Würzburg-Main-Spessart. „Nur im Miteinander kann Europa die aktuellen Problem meistern und zusammenwachsen“, waren sich die Teilnehmer einig.