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Volkstrauertag in Kürnach als Aufschrei gegen das Vergessen

Madonna von Stalingrad als neues Symbol


Gemeinsam mit Vertretern der Kirchen, den Vereinen und Verbänden und der Bevölkerung beging die Gemeinde Kürnach den Volkstrauertag 2017. Umrahmt wurden die Feierlichkeiten vom örtlichen Jugendblasorchester Kürnach, dem Gesangverein, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Kameraden- und Soldatenverein.

 

Bürgermeister Thomas Eberth erinnerte in seiner Ansprache an die „Madonna von Stalingrad“. Vor 75 Jahren, genau am 23. August 1942, begann die Schlacht um Stalingrad. Am 22. November 1942 schloss sich der Ring der Sowjetarmee um die 6. Armee unter General Paulus. Verwundung, Verstümmelung, Tod, Leid und unendliche Qualen, tausendfaches Sterben - dadurch wurde Stalingrad zu einem Mahnmal des Weltkrieges. Die Madonna von Stalingrad wurde in Kälte und Hunger, in Hoffnungslosigkeit und Todes- furcht mit einem Stück Kohle auf die Rückseite einer
russischen Landkarte gezeichnet. Sie wird zum Symbol des Todes.

 

„Hat die Welt dazugelernt“, fragte Bürgermeister Eberth und betonte, dass allein 2016 das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung 226 gewaltsam ausgetragene Konflikte, also 226 kriegerische Auseinandersetzungen, zählte. Auch am Hindukusch herrscht bis heute Krieg und deutsche Soldaten sind mitten drin! Außerdem ist eine neue Kriegsform, der heimtückische Terror, der oftmals von islamistischen Extremisten aus-geübt wird, eine Bedrohung für die Welt.

 

Daher forderte Eberth, dass die Madonna von Stalingrad zu einem neuen Symbol werden muss. „Zu einem Symbol gegen Krieg, Terror und Rassismus, zu einem Symbol der Völkerverständigung und zu einem Symbol für Frieden in der Welt“. Er forderte einen Aufschrei gegen das Vergessen. „Der Volkstrauertag geht alle an“, so Eberth.

 

Gemeinsam beteten die Vertreter der Kirchen für Frieden in der Welt. Beim Lied des guten Kameraden gedachte man bei drei Böllerschüssen den Opfern von Krieg und Gewalt, von Flucht und Vertreibung sowie von Terror und Zerstörung.

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Rund um den Kirchberg versammelten sich etliche Bewohner Kürnachs um mit den Vereinen und Verbänden, dem Gemeinderat und Bürgermeister Thomas Eberth den Tag der Erinnerung würdig zu begehen und zu betonen, wie dankbar wir für Frieden, Freiheit, Wohlstand und Demokratie in unserem Heimatland sein müssen!

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