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Corona-Krise und der Jubiläumswald

Bürgermeister und Bauhof springt ein


Normalerweise pflanzen Bürgerinnen und Bürger in Kürnach jährlich den großen Jubiläumswald. Dabei wird bei einem Rückblick auf ein vergangenes Jahr an viele Momente erinnert. Bei Ereignissen wie Hochzeiten, Geburten, runden Geburtstagen oder sonstigen Anlässen, können sich Bürgerinnen und Bürger beim Pflanzen des Jubiläumswaldes beteiligen.

2020 sollte an die Ereignisse des Jahres 2019 erinnert werden. Daher wurden 200 Stück Speierlingsetzlinge, 50 Nordmanntannen, 50 Douglasien und 50 klimaresistente kalabrische und griechische Tannen, auch als Troja-Tanne bekannt, organisiert. Diese sollten mit den Bürgerinnen und Bürgern gepflanzt werden. „Das Pflanzen des Jubiläumswaldes war immer ein Höhepunkt im Frühjahr“, betonte Bürgermeister Thomas Eberth. „Mit dem Jubiläumswald, soll neben der Erinnerung, auch die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit des Waldes gestärkt sowie die Identifikation mit Wald und Natur erhöht werden. Die Teilnehmer können das Wachsen der Bäume Jahr für Jahr beobachten und begleiten“, so Bürgermeister Thomas Eberth.

Aufgrund der Corona-Krise und zur Vermeidung weiterer Übertragungen des Virus musste die Pflanzaktion leider abgesagt werden. Allerdings sollten die Setzlinge nicht verloren gehen und der Bauhof sprang kurzzeitig, unterstützt vom Bürgermeister, ein und pflanzte die Bäume. Martin Stula und Sascha Ockfen vom örtlichen Bauhof und Bürgermeister Thomas Eberth hielten natürlich den Sicherheitsabstand im Wald ein.

Forstwirt Martin Stula erläuterte, dass das Pflanzen leider keinen Aufschub verkraftet und es schade um die Bäume wäre. Der Speierling ist eine fast vergessene Baumart, die sehr gut mit trockenen Perioden umgehen kann. Als Baum des Jahres 1993 kommt er immer mehr als Klimabaum mit schönem Aussehen und kleinen Früchten zu den unterschiedlichen Jahreszeiten und wunderbaren Holz in Mode. Die Troja-Tanne wird zwischen 22 und 30 Meter hoch und erreicht einen Brusthöhendurchmesser von 40 bis 65 Zentimetern. Aus dieser Baumart wird ein besonders guter Umgang mit Trockenheit nachgesagt.

Am Rundweg im Hartwald wurden seit Jahren die Waldinseln angelegt, um Jahr für Jahr den Jubiläumswald zu erweitern. „Dabei gilt es auch die Vielfalt der Baumarten im Wald zu erhöhen und klimaresistente Bäume zu pflanzen“, ergänzt Thomas Eberth. „Wenn die Corona-Krise überwunden ist, pflanzen wir mit allen Jubilaren, Familien und Teilnehmern im Herbst noch symbolisch einen Baum, damit keine Erinnerung verloren geht“, verspricht der Bürgermeister. Müde aber stolz beendete der Bauhof die Pflanzaktion.

Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Eberth setzen Martin Stula und Sascha Ockfen für die Jubilare den Generationen- und Jubiläumswald 2019. Symbolisch soll dann im Herbst ein gemeinsamer Baum gepflanzt werden. Jetzt wurden 350 Bäume im Waldabteil Hartwald in Kürnach gesetzt.