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Luzi und Alois Schrauth feiern Goldene Hochzeit

17.05.02

Kennen- und lieben gelernt haben sich die beiden Urkürnacher Luzi und Alois Schrauth bei einer Fahrradtour an Pfingsten 1951, die durch ein plötzliches Regenwetter jäh unterbrochen wurde. Bereits ein Jahr später waren die beiden verheiratet. Dieser Hochzeitstag jährt sich nun bereits zum 50. mal.


Luzi und Alois Schrauth feiern Goldene Hochzeit

Bürgermeister Manfred Ländner (rechts) gratuliert Luzi und Alois Schrauth zum 50-jährigen Ehejubiläum

Gemeinsam im Kreis ihrer drei Töchter und sieben Enkel sowie der gesamten Verwandtschaft feierten die beiden ihr Jubiläum. Für Luzi Schrauth steht in diesem Jahr auch noch ihr 75. Geburtstag an, den ihr Mann bereits im vergangenen Jahr gefeiert hat.

Alois Schrauth war stets am Ortsgeschehen interessiert und hat sich dort auch engagiert. Seit vielen Jahren ist er Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Kameraden- und Soldatenverein. Für eine Legislaturperiode hat er auch Verantwortung durch seine Mitarbeit im Gemeinderat übernommen.

Vor seiner langjährigen Tätigkeit als Hausmeister bei der Firma Gebrüder Götz in Würzburg war er im heimischen Landwirtschaftsbetrieb tätig. Heute verfolgt er begeistert die Spiele der Fußballmannschaften des örtlichen Sportvereins, bei der vier seiner Enkel aktiv beteiligt sind.

Mit 17 Jahren musste er in den Krieg, was zwei Jahre Gefangenschaft in Frankreich nach sich zog. Eigentlich sollte er schon früher an die Front, erzählt der Jubelbräutigam. Aufgrund seiner schmächtigen Figur wurde er aber zunächst zurückgestellt. -Der Bua muss erst mal no was war- soll die untersuchende Stabsärztin damals gesagt haben.

Seine Frau Luzi, eigentlich eine getaufte Luzilla, half von je her in der Landwirtschaft mit und versorgte die Familie. Besonders stolz ist Luzi Schrauth auf die Tatsache, dass sie bereits sehr früh selbst Traktor gefahren ist. -Das war damals noch gar nicht so selbstverständlich. Auch Fuhren mit zwei Anhänger voll Getreide habe ich sicher nach Hause gebracht- erklärt die Jubilarin. 

Ebenfalls hat sie die Main-Post über zehn Jahre in Kürnach ausgetragen. Wer Luzi Schrauth und ihre fröhliche Art heute kennt, kann sich nicht vorstellen, dass in der Schule ihr Lehrer alles mögliche versuchen musste, um ihr das Lachen beizubringen. Dieses Vorhaben ist ihm aber sehr gut gelungen, wovon sich heute jedermann überzeugen kann.

Die Verbundenheit von Luzi und Alois Schrauth mit ihrer Familie dokumentiert sich auch noch heute darin, dass einige ihrer Enkel fast täglich zum Essen vorbei kommen. Eine Tatsache, über die sich das Jubelpaar sichtlich freut.