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Eine neue Heimat für Hummeln und Bienen

Gemeinde Kürnach investiert in die Schönheit der Natur


Seit Jahren investiert die Gemeinde Kürnach neben der Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbauflächen auch in die Vielfalt der Natur und der Ökologie. Im Frühjahr wurde so auf freiwilliger Basis gemeinsam mit der bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau auf gemeindlichen Flächen eine besondere Wildblumenwiese angelegt. Mit einer speziellen Saatgutmischung wurde auf guten Böden versucht, ganzjährig blühende Vielfalt auf den Acker zu bringen. Gemeinsam mit Bauhofleiter Reinhard Heinrich konnten sich jetzt die drei Kürnacher Bürgermeister Thomas Eberth, Sieglinde Bayerl und Edgar Kamm vom Erfolg der Ansaat vor Ort überzeugen. Bereits seit einiger Zeit erfreuen sich auch Spaziergänger an der herrlichen Blumenwiese, die die Gemeinde als neue Heimat für Hummeln, Bienen und Co. angelegt hat. Die mit der speziellen Blumenwiesenmischung eingesäte Fläche soll eben diese Insektenwelt stärken. Bürgermeister Thomas Eberth zeigte sich erfreut vom Erfolg der Maßnahme: „Auf dieser Blumenwiese ist immer was los, hier tobt das wilde Leben. Hummeln brummen, Bienen summen und prächtige Schmetterlinge flattern elegant von Blüte zu Blüte“, betonten die Bürgermeister bei einem Ortstermin. Doch die Blumenwiese ist nicht nur ein Ort für Insekten, sie ist auch eine Augenweide. Gerade im Herbst ist dort eine Vielfalt mit Sonnenblumen und weiteren bunten Blüten sichtbar. Einen weiteren Vorteil bringt die Blumenwiese mit sich: „sie macht wesentlich weniger Arbeit als herkömmlicher Rasen“, erklärt Bauhofleiter Reinhard Heinrich. Für die Neuanlage der Blumenwiese im Frühjahr reichten fünf bis zehn Gramm Saatgut je Quadratmeter. Die Samen werden nur einige Millimeter tief eingerecht und dann per Walze gefestigt. Der Erfolg war aufgrund der hohen Feuchtigkeit 2017 sehr bald zu sehen. Auch die Bevölkerung freut sich an den Blumen. Einige dieser Blumen sind auch in heimischen Wohnzimmern gelandet. „Eigentlich waren die Blüten für die Insekten gedacht. Aber wenn sich der Blumenraub in Grenzen hält, drücken wir ein Auge zu“, scherzt Bürgermeister Thomas Eberth. Die Gemeinde Kürnach versucht durch solche Maßnahmen in der Flur und in Ortsrandlagen den Lebensraum der Insekten zu stärken und die Flur damit vielfältiger zu gestalten. „In unserem ökologischen Portfolio sind viele Obstwiesen, Grünflächen und eben auch Blumenwiesen positiv zu vermerken. Auch die Landwirtschaft hilft durch den Anbau von Blühstreifen mit, in Kürnach die ökologische Vielfalt zu erhalten“, erklärt der Bürgermeister. „Die Maßnahme wird im nächsten Jahr auf verschiedenen Flächen auch zum Wohle der Imker und der Natur fortgeführt“, betont Bauhofleiter Reinhard Heinrich in Abstimmung mit dem Bürgermeister. „Schön, nützlich, einfach“, da sind sich alle Beteiligten einig. „Die pflegearme Maßnahme kann auch ein Erfolgsrezept für private Gärten werden. Wir überlegen, evtl. das Saatgut und unsere Expertise kostenlos zur Verfügung zu stellen“, erläutert Bürgermeister Eberth. So könnten Vorgärten oder z. B. auch die vielen privaten unbebauten Grundstücke zu einer neuen Heimat für Hummeln, Bienen und Co. werden.

 

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