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Gemeinsam in die Zukunft handlungsfähig

„Allianz Würzburger Norden“ als Verein für die ILEK-Umsetzung gegründet


Die zehn Gemeinden im nördlichen Landkreis Würzburg setzen ihre enge Zusammenarbeit fort und haben nun den nächsten wichtigen Schritt in eine gemeinsame Zukunft vollzogen. Die „Allianz Würzburger Norden“ wurde am 28. September im Rathaus von Bergtheim als Verein gegründet. Die neue Organisation will „viel für die Menschen in der Region bewegen“ und sich vor allem um die Umsetzung der Projekte kümmern, die bereits für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) „mit viel Herzblut“ erarbeitet worden sind. Die Gründung war zuvor bereits von allen Gemeinderäten einstimmig beschlossen worden.

Eine gewisse Kontinuität bleibt dabei gewährt. Der bisherige Sprecher der Kommunen, Bürgermeister Konrad Schlier aus Bergtheim und seine Stellvertreterin, Bürgermeisterin Birgit Börger aus Prosselheim, wurden als 1. Vorsitzender des Vereins und dessen 1. Stellvertreterin gewählt. Den 2. Stellvertreterposten übernimmt der Rimparer Bürgermeister Burkard Losert. Weitere Vorstandsmitglieder sind Bürgermeister bzw. Bürgermeisterinnen Martina Rottmann aus Oberpleichfeld und Andreas Hoßmann aus Eisenheim, die als Beisitzer fungieren. Ebenso sind die Gemeinden Estenfeld, Hausen, Güntersleben, Kürnach und Unterpleichfeld ordentliche Mitglieder des Vereins. Sie haben ebenfalls je einen Stimmenanteil in der Mitgliederversammlung. In den nächsten Tagen soll der Verein beim Registergericht als gemeinnütziger Verein eingetragen werden. Auch die Aufnahme von Fördermitgliedern ist in der Satzung ausdrücklich vorgesehen. Den besonderen Stellenwert der Vereinsgründung unterstrich Bürgermeister Thomas Eberth aus Kürnach: „Jetzt haben sich die Gemeinden entschieden, langfristig und jenseits des Kirchturmdenkens zusammenzuwirken.“

Das regelmäßige Treffen der Gemeindeoberhäupter soll beibehalten werden, weil es den Austausch und das bessere Kennenlernen untereinander fördert. Bei wichtigen Themen will man gemeinsame Lösungen suchen und mit einem größeren Gewicht gegenüber Dritten sprechen, als dies eine Gemeinde alleine könnte. Die gute Abstimmung und Vernetzung mit den LEADER-Aktionsgruppen „Wein, Wald, Wasser“ und „Schweinfurter Land“ sowie der ILE-Region Main-Steigerwald soll auch weiter bestehen bleiben.

Erste Projekte der Allianz sind bereits „ins Laufen“ gebracht worden, erläutere Bürgermeister Schlier. So untersucht zurzeit ein Architekturbüro die räumlichen Potentiale an den bisherigen Schulen in Estenfeld, Rimpar und Unterpleichfeld und gleicht diese mit den Vorgaben des Schulamtes bzw. der Regierung von Unterfranken ab. Hier soll ein zukünftiger Standort für eine zentrale Mittelschule gefunden werden. Kurz vor der Umsetzbarkeit scheint auch ein angestrebtes Pilotprojekt zum Grundwasserschutz zu stehen. Dieses kann eventuell über das Umweltministerium bzw. das Wasserwirtschaftsamt gefördert werden.

Zusätzlich wollen sich die Gemeinden für die Koordination noch Unterstützung durch ein Fachbüro holen. Man will damit ganz bewusst auf einen angestellten Manager wie in den meisten bayerischen ILE-Regionen verzichten und auf eine effektive und flexiblere Lösung setzen. Diese Ausschreibung wird zurzeit vorbereitet. „Das ILE bietet einen Mehrwert für die gesamte Region“, ist sich Bürgermeister Thomas Eberth sicher. „Die Gemeinde Kürnach möchte im Rahmen des Ausbaus des Kernwegenetzes zur Stärkung der Landwirtschaft aber auch für die Freizeit- und Naherholungssuchende der Region den Weg am Höllberg bituminös ausbauen“, so Eberth.

ILE_Gründung Verein

Unterzeichneten gemeinsam die Gründungsurkunde der ILE Würzburger Norden. Die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde.

Ansprechpartner

Gemeinde Kürnach
Kirchberg 15
97273 Kürnach
Tel.: 0 93 67 / 90 69-0
Fax: 0 93 67 / 90 69-50
E-Mail: info@kuernach.de